Gruppe 8 – 5 vor 12

Wenn es die letzte Minute nicht gäbe, würde nichts je fertig- ein weiser Satz, der auch auf unser Projekt und deren Präsentation zutrifft.

Kurz vor Schluss fallen all die Dinge auf, die noch geändert werden müssen oder komplett fehlen. Dinge, die man dachte schon längst erledigt zu haben, oder die man bis zuletzt vor sich hergeschoben hat. Zum Beispiel ein zweiter Blogeintrag, bei dem man sich immer noch nicht ganz sicher ist, welche Inhalte und welcher Schreibstil dort gewünscht werden. Aber man improvisiert.

Zur besseren Orientierung gibt es ja noch die anderen Projektgruppen, die hilfreiches Feedback geben und von deren Präsentationen man sich inspirieren lassen kann.

Besonders die Generalprobe- Präsentationen der anderen Gruppen zeigen einem in aller Deutlichkeit die eigenen Schwachstellen und Stärken. So merkt man beispielsweise, dass man gar keine Kalkulation der Kosten gemacht hat und dass die Anderen außerdem so schöne Folienhintergründe haben…

Aber die Kalkulation ist wichtiger und deshalb beschäftigt sich der nächste Gedanke mit der Problematik, dass man nie mit einer solchen Kalkulation zu tun hatte und dementsprechend keine Ahnung hat, was dort alles hinein muss, was realistisch ist und was man sich leisten darf, um das Projekt nicht zu kostenintensiv aussehen zu lassen.

Die Gruppenmitglieder tragen ihre Erfahrungen und ihr Wissen in diesem Bereich zusammen und so ergibt sich nach und nach ein Bild. Ein teures Bild. Aber noch im Rahmen.

Als nächstes droht der Abgabetermin, der einem unbewusst oder bewusst entfallen ist und nun dem Damoklesschwert gleich über unseren Köpfen schwebt. Zum Glück ist man nicht in der einzigen Gruppe, der es so geht und die Lehrperson zeigt Nachsicht. Glück gehabt.

Und so feilt man weiter an seiner Präsentation, an den Blogeinträgen und den Anträgen. Man arbeitet sich an seiner Checkliste entlang und hofft diesmal wirklich nichts mehr vergessen zu haben.

Kalkulation der Kosten, Ziele des Projektes, Phasen des Projektes, Mitarbeiter des Projektes, Schwierigkeiten des Projektes und, in unserem Fall, Teilprojekte des Projektes.

Die Präsentation rückt näher und näher und eine gewisse Nervosität macht sich breit.

Aber genau wie unsere Kalkulation hält sie sich noch im Rahmen.

 

 

Gruppe 4 – Vom Feinkonzept zum Projektabschluss

Das Seminar neigt sich dem Ende zu und die Abschlusspräsentation steht kurz bevor. Unser Projekt steht nach der Präsentation unseres Feinkonzepts nun soweit und es sind nur noch Details, die überarbeitet werden müssen. Dennoch ist es vor allem die Art und Weise und der Umfang der Präsentation, welche uns jetzt vor eine letzte Herausforderung stellt. Bei der Präsentation unseres Feinkonzepts haben wir gemerkt, dass wir den vorgegebenen Zeitrahmen noch nicht einhalten konnten und auch, dass manche vorgestellten Inhalte bei der Präsentation selbst, eine nicht allzu hohe Relevanz haben. Wir als Gruppe befinden uns gerade in der letzten Arbeitsphase und nehmen uns auch der Kritik an, die uns zum Einen immer wieder nach Abschluss unserer Präsentationen von Kommilitoninnen und Kommilitonen und zum Anderen von unseren Kooperationspartnern oder Frau Hofhues erreicht hat. Eine Rückmeldung, die uns mehrmals gegeben wurde, möchten wir in diesem Blogeintrag nun nochmals aus unserer Sicht genauer schildern. So wurden uns häufig Fragen wie „kommt ihr in eurem Projekt ohne Dolmetscher aus?“ oder „wie wollt ihr mit Sprachbarrieren, die in Bezug auf Flüchtlinge bestehen, in der Praxis umgehen?“ gestellt. Wir haben auch über dieses Thema viel diskutiert und uns der Problematik angenommen, sodass wir nun auch in der Finanzierung mit zwei Dolmetschern planen. Dennoch können wir aus eigenen bereits gemachten Erfahrungen und der Arbeit mit Flüchtlingen schildern, warum wir in Bezug auf die möglichen Sprachbarrieren wohl weniger Bedenken haben als Andere. Da zwischen unserem Studiengang „Frühförderung“ und der Initiative „Willkommen in Nippes“ über das ‚Café International‘ eine Kooperation besteht, bei der jeden Sonntag unterstützend Studierende aus unserem Studiengang Flüchtlingskinder betreuen, haben wir auch in Bezug auf die Sprachproblematik Erfahrungen machen können, die uns hinsichtlich unseres Projekts positiv gestärkt haben. Wir haben geplant, unser Projekt in der letzten Woche vor den Sommerferien durchzuführen, was bedeutet, dass die Flüchtlinge, mit denen wir arbeiten wollen, zu diesem Zeitpunkt bereits ein halbes Jahr in Deutschland sind. Kein langer Zeitraum würde man denken aber die Praxis zeigt, wie schnell Kinder Deutsch lernen und wie gut auch der gegenseitige Austausch zwischen den Flüchtlingen funktioniert. So erleben wir häufig, dass sich die Flüchtlingskinder selbst die ‚Rolle des Dolmetschers‘ zuschreiben und sich gegenseitig übersetzen und aushelfen, sodass der Austausch im Flüchtlingscafé beispielsweise keine allzu großen Barrieren aufweist. So erhoffen wir uns für unser Projekt ebenfalls eine solch positive Zusammenarbeit, bei der aber auch die nun eingeplanten Dolmetscher unterstützend mit ihrer Arbeit unser angestrebtes Ziel erreichen.

Nach einem erneuten Treffen letzte Woche sind wir wieder ermutigt, dass wir doch ein Projekt geschaffen haben, was in der Praxis auch so umsetzbar und der Ausschreibung gerecht geworden ist. Zwar haben wir hinsichtlich des Medienaspekts in den letzten Wochen doch noch einige Veränderungen vorgenommen, sodass wir beispielsweise den anfänglich geplanten projektbegleitenden Film nach längeren Überlegungen wieder gestrichen haben, da uns deutlich geworden ist, dass dieser doch mehr Aufwand und Zeit erfordert als uns im Rahmen unseres Projekts möglich ist. Dennoch hoffen wir, dass es uns mit den QR-Codes, den Fragebögen und Interviews sowie der Projektdokumentation mit Bildern und dem Umgang mit Diktiergeräten gelungen ist, dem Medienaspekt gerecht zu werden und diesen gut in das Projekt miteinzubinden. Eine letzte Herausforderung für uns ist nun das genaue Planen der Abschlusspräsentation und vor allem uns zur Aufgabe zu machen, diese auf das Wesentliche zu reduzieren. „Weniger ist meist mehr“. Auch diesem Slogan müssen wir uns annehmen, um mit unserem Projekt und unserer Idee als Antwort auf die Ausschreibung überzeugen zu können. Uns bleibt nur noch gut eine Woche, in der wir versuchen wollen, noch nicht geklärte Fragen innerhalb der Gruppe zu klären und zu einem erfolgreichen Projektabschluss zu kommen. Wir sind positiv gestimmt und hoffen, die zu Beginn des Seminars erklärten Ziele zu erreichen. Ein langer Weg vieler gemeinsamer Gruppentreffen, Diskussionen, neuer Ideen, dem Verwerfen von Ideen und einem regen Austausch liegt hinter uns und es ist uns gelungen, ein Projekt zu schaffen, was auch in der Praxis umsetzbar ist. Genau diese Tatsache ist es, die uns zu Beginn unseres Projekts nicht nur einmal zur Verzweiflung getrieben hat, weshalb wir umso glücklicher sind, dass wir mit unserer anfänglichen vagen Projektidee nun kurz vor dem großen Projektabschluss stehen.

From G to the F – Vom Grobkonzept zum Feinkonzept

Zwischen dem Groben und dem Feinen liegen doch noch mal einige bedeutende Schritte. Unser Konzept hat sich nochmal ganz schön konkretisiert und viele offene Fragen wurden noch innerhalb der Gruppe geklärt.

In der letzten Sitzung haben wir bereits unser Feinkonzept vorgestellt und dabei auf die Sekunde genau 5 Minuten die wichtigsten Aspekte präsentiert. Hier gibt es dann noch die schriftliche Ergänzung dazu:

Unsere Gruppe beschäftigt sich mit einer ganz anderen Zielgruppe, als alle anderen Projektgruppen: mit der ü-50 Generation. Genauer gesagt, mit Menschen über 50, die sich für Sport- und Gesundheitsthemen interessieren und neuen Medien gegenüber aufgeschlossen sind. Die Teilnehmer würden wir z.B. in diversen Sportvereinen antreffen. Anreize für die Teilnahme könnten die Steigerung der eigennen Medienkompetenz, der Umgang mit Self-Trackern und eine anschließende Belohnung in Form eines Fitness-Paketes liefern.

In einer Zeitleiste haben wir den zeitlichen Ablauf des Projektes grafisch festgehalten.

Zeitleiste

Die Kosten würden sich nach unseren ersten Kalkulationen auf ca. 2098€ belaufen. Allerdings werden wir die Kosten nochmal neu berechnen, da wir bei der ersten Kalkulation davon ausgingen, dass wir die Tracker via Sponsoring finanzieren. Nun wissen wir aber, dass es immer besser ist, die maximalen Kosten eines Projektes zu kalkulieren, damit man notfalls noch einen finanziellen Puffer hat, falls ein Sponsor o.ä. abspringen würde.

Wir haben also noch ein paar Kleinigkeiten zu tun, bevor wir in die finale Präsentation gehen.

Das Problem der Zeit – Präsentation der Feinkonzepte

Am Dienstag stand die Präsentation der Feinkonzepte an. Wir haben anhand der ersten Präsentation gesehen, wie schwer es ist, alle wichtigen Informationen innerhalb von 5 Minuten zu präsentieren. Daher war eins sofort klar: wir müssen unsere Abschlusspräsentation noch einmal gründlich überdenken und nur das allerwichtigste begrenzen.Frau Hofhues hat uns dabei den Tipp gegeben, unser Projekt auf eine wichtige Aussage zu verringern. Bei so einem umfangreichen und durchdachten Projekt ist das eine sehr schwierige Aufgabe!
Die Präsentationen des Feinkonzeptes der anderen Gruppen haben uns gut gefallen und es ist sehr interessant zu sehen, wie sich ein Projekt von Sitzung zu Sitzung weiterentwickelt. Wir sind mit unserer Präsentation recht zufrieden. Wir haben innerhalb des Seminares noch das ein oder andere in der Präsentation gekürzt, aber die Module waren viel zu detailliert auf den Folien abgebildet. Das war auch eine Anmerkung von Frau Hofhues. Die andere Anmerkung war, dass wir LehrerInnen für unser Projekt begeistern könnten, sodass diese den Klassen von unserem Projekt berichten und somit für uns werben. Diese Idee hatten wir uns auch überlegt, aber aufgrund des Zeitfaktors, wurde sie nicht erwähnt. Die Sitzung war in unseren Augen sehr lehrreich, da wir nun genau wissen, an welchen Punkten wir bis zu Abschlusspräsentation noch arbeiten müssen.

BlogAusDemBlock – Team 2

Team 2 (Mediale Sozialraumaneignung – Blog-Projekt in Chorweiler) meldet sich jetzt auch mal zu Wort. Mit dem frisch vorgestellten Feinkonzept im Rücken, fühlen wir, dass die Richtung stimmt und nur noch wenige Stellschrauben fehlen, damit wir unser Projekt endgültig vorstellen können. Da wir (durch Unvermögen des Blog-Zuständigen) bisher auf dieser Plattform durch schöpferische Abwesenheit glänzten, möchte ich im Namen der Gruppe rückblicken auf den Weg vom Grobkonzept zum Feinkonzept.

 

Durch die Anregungen durch das virtuelle Klassenzimmer und das Feedback der Gruppe konnten wir unser Grobkonzept, wie die anderen Gruppen auch, vorstellen. Das Feedback aus dem Etherpad und die Ausgeschlafenheit nach dem Jahreswechsel half uns in der ersten Januarwoche unser Feinkonzept nach vorne zu treiben. Wobei hier zunächst keiner wusste, wie man die Sache anpacken sollte. Wenn man über ein Detail nachdenkt, schlägt das doch wieder weite Kreise und Baustellen gibt es in einer solch theoretischen Planung immer genug. Beispielhaft mussten wir uns erstmal erneut darüber klar werden, warum wir unser Projekt schulextern durchführen wollen. Grundsatz-Diskussion beim Feinkonzept. Am Ende allerdings nur eine Bestätigung für unser hypothetisches Vorhaben.

Aber ebenso überraschend was man alles bedenken muss, wenn man eventuell Kinder und Jugendliche mit Technik austattet; eine gleichmäßige technische Basis der Ausstattung muss bestehen, bei geliehenen Smartphones/Laptopts muss die Versicherung geklärt werden, wie teuer ein technisch-ausreichendes Gerät für eine Ausleihe ist, kann man Sponsoring als Möglichkeit sehen und viele weitere Detailfragen. Ein Gewinn, dass unser Traum-Jugendclub für die Zusammenarbeit über gutes technisches Material verfügt (z.B. ein Tonstudio! – http://seeberger-treff.blogspot.de/ ). Eine Sorge weniger.

Der wichtigste Teil und die bevorstehende Aufgabe war allerdings das Ausarbeiten des Zeitplans. Schwierig abzuschätzen, wieviel Zeit die Planungen benötigen könnten. Bloß nicht zu lange planen, aber auch nicht langatmig planen. Acht Wochen um die grundlegenden Teilhaber auf das Projekt vorzubereiten müssen reichen und die Materialien beginnen anzuschaffen.

In der zweiten Phase geht es dann richig los. Personal muss gesucht, gebucht, geschult werden. Hypothetisch hoffen wir auf das Personal aus dem Jugendclub. Sie kennen die Kinder eh und müssen keine erneute Vertrauensbasis schaffen, aber medienpädagogisch ist vielleicht das Wissen nicht so ausgeprägt. Hier müssen also für den Workshop-Teil des Projektes „Dozenten“ rangeschafft werden. Medienstudenten, Journalisten, Fotografen, KHM-Studis,KölnCampus-Aktive, etc.: Allerlei Ideen, um kompetente aber bezahlbare Vortragende zu finden, die den Chorweiler-Kids eine Hilfestellung geben sollen, sich auszudrücken.

Sind diese Dinge geklärt, machen wir uns Gedanken wie die Workshops gestaffelt sind, damit jeder die Möglichkeit hat alles zu erleben und wie sie gestaltet werden, damit keiner einpennt. Praktische und erweiternde Erfahrungen müssen bei den Kindern hängen bleiben. Bloß keine überfordernde Theorie in Frontal-Unterricht, aber nur ein bisschen Rumspielen an der Handy-Kamera reicht auch nicht. Hier empfinden wir das Mittel als die passendste Lösung.

Nun haben die Kinder das geballte Wissen der Experten in den Workshops erfahren und kriegen daraufhin eine Phase in der sie aktiv werden sollen in ihrem Sozialraum. Der Jugendclub ist weiterhin Anlaufstelle für Fragen der gestalterischen, aber auch inhaltlichen Art. Die Einspeisung in den Blog erfolgt hier laufend. Hier besteht schnell Einigkeit im Team.

Wir stellen uns vor, dass in den Wochen darauf die Kinder aktiv miteinbezogen werden können, wie die analoge Gestaltung für die Abschlusspräsentation aussieht. Ihre Familien, Freunde und der Stadtteil sollen miteinbezogen und geladen werden. Eine fetzige Sause, um das Erlebte und Festgehaltene der Teilnehmenden zu präsentieren und zelebrieren.

Feine Konzeptualisierung denken wir uns und machen uns noch Gedanken darüber wieviel das Projekt überhaupt kosten soll. Da wirkt unser hypothetisches Projekt dann plötzlich doch ziemlich real. Nackte Zahlen bringen einen dann doch auf den Boden der Tatsachen. Aber durch Diskussion und Rechnen kommen wir dann doch auf einen netten Gesamtbetrag, der unsere mögliche Fördersumme dann auch nicht übersteigt.

Und so entstand ein Feinkonzept.

 

Gruppe 8: Ein feines Konzept

Das neue Jahr hat begonnen und das Ende des Semesters rückt in erreichbare Nähe, während wir eifrig an unserem Feinkonzept feilen.

Viele ungeahnte Fragen und Probleme sind im Laufe der Zeit aufgetaucht, diskutiert und hoffentlich endgültig gelöst worden.

Hatten wir zum Beispiel anfangs keine Vorstellung einer möglichen Forschungsfrage, wussten nichts über die Dimensionen des Projektes, die benötigten Mitarbeiter, Mittel und realistischen Möglichkeiten, so wird das Bild unseres Medienprojektes nun umso klarer.

Die Bündnispartner stehen fest: Ein Opernhaus, eine Schule und eine Flüchtlingsinitiative

Die Zielgruppe junger Migranten und Flüchtlinge sollen durch diese erreicht und angeworben werden. Ist diese Phase der Findung erreicht, stellt das Opernhaus die Räumlichkeiten und viele andere Ressourcen zur Verfügung. Gemeinsam mit den freiwilligen Teilnehmern, ehrenamtlichen Helfern und angeheuerten Fachkräften wollen wir ein medienfokussiertes Musical auf die Beine stellen, das sich sowohl medial und sozial kompetenzfördernd, als auch integrativ auf die Teilnehmer auswirken soll.

30 Jugendliche sollen sich innerhalb eines Schuljahres an dem Stück „ Leben im All“ (von Gerhard A. Meyer) ausprobieren, ihre eigenen Erfahrungen einbringen, etwas neues kreatives erschaffen, Sich selbst und die Gruppe als Individuum und Team erleben, eigene Grenzen austesten und mit Spaß an der Sache gemeinsam etwas ganz besonderes erleben.

Medienkompetenz durch Musik ist unser Motto, mit dem wir Interesse an Kultur, Medialen Inhalten und Gestaltung dieser fördern wollen.

Um das zu erreichen haben wir ein Phasenmodell fertig gestellt, an dem wir uns zeitlich entlang arbeiten können, eine Forschungsfrage entwickelt (Wie gelingt Integration praktisch?) und ein großes Finanzierungs-/ Organisationsproblem gelöst.

Unsere vorgegebenen Rahmenbedingungen hatten uns bei vielen Ideen, Vorstellungen und Wünschen für unser Projekt stark eingeschränkt. Immer wieder hatten wir gemerkt, dass wir nicht alles so realisieren konnten, wie wir es gerne wollten. Aber in den letzten Beratungssitzungen der Gruppe, haben wir eine ganz neue Möglichkeit entdeckt, doch noch mehr aus dem Ganzen herauszuholen.

Indem wir das Projekt einfach in zwei Teilprojekte mit überschneidenden Aktivitäten und verschiedenen Förderungen aufteilen würden, könnten wir sowohl Schauspiel und Gesang, als auch Medienkompetenz stark im Fokus behalten, statt uns nur auf eines zu beschränken und das Projekt qualitativ auf einer hohen Stufe halten zu können.

Und mit diesem positiven Start ins neue Jahr, sind wir natürlich motiviert zu neuen Taten!

Gruppe 4: Auf der Zielgeraden

Nochmal kurz zur Erinnerung:
Unser Projekt „Aus Fremden sollen Freunde werden“ richtet sich in Anlehnung an die momentane Situation, dass bereits viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und noch immer kommen und der damit zusammenhängenden Herausforderung der Integration, an Kinder der Mehrheitsgesellschaft sowie Flüchtlingskinder in Köln-Lindenthal.
Durch das Erstellen eines Stadtplans, mit den für die Kinder wichtigen Orten des Viertels, sollen sich diese so ihren Sozialraum aneignen und durch die Arbeit in heterogenen Kleingruppen, Kontakte zu anderen Kindern des Viertels knüpfen.
Ziel des Projektes ist neben dem Endprodukt des Stadtplans, sowohl in digitaler als auch analoger Form, die Arbeit mit Medien und die Zusammenführung der unterschiedlichen Kinder des Stadtviertels Lindenthal.
QR-Codes an den von den Kindern ausgewählten Orten, sollen den direkten Zugriff auf die Homepage und somit auf das dazugehörige Profil des Ortes ermöglichen, wo die Kinder dann die Möglichkeit haben, Informationen über die Örtlichkeit zu erhalten und diese außerdem zu bewerten.
Nach vielen Wochen des gemeinsamen Überlegens und stetigen Veränderns unseres Projekts, sind wir nun auf der Zielgeraden und steuern somit auf den Abschluss unserer Projektentwicklung zu. Lassen wir unsere gemeinsame Arbeit am Projekt nun Revue passieren, blicken wir sowohl auf chaotische und wenig gewinnbringende Treffen mit Zweifeln am Projekt aber oftmals auch auf eine sehr intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.
Nachdem uns die Ausschreibung zu Beginn der Projektentwicklung vor eine große Herausforderung gestellt hat, bei der wir anfangs dachten, diese nur schwer bewältigen zu können, haben wir nach leichtem Herantasten an das Projekt doch überraschend feststellen können, dass unsere ersten groben Projektideen doch gar nicht so schlecht waren, wodurch wir direkt mit etwas mehr Mut in die Planung gestartet sind. So ist im Laufe der Zeit und nach vielen gemeinsamen Gruppentreffen aus einer vagen Grundidee ein konkretes Projekt geworden, an dem wir festgehalten und immer weiter gefeilt haben.
Wir haben immer wieder neue Ideen entwickelt, diese wieder verworfen oder verändert oder daraus neues Potenzial für weitere Ideen geschöpft. Das Projekt an sich war und ist ein sich ständig verändernder Prozess und nun, wo wir kurz vor der Präsentation unseres Feinkonzepts stehen, ist uns klar geworden, dass wir noch immer nicht ganz am Ende unseres Projekts stehen. Noch immer besteht viel Diskussionsbedarf und Fragen wie „Ist das in der Praxis jetzt wirklich so umsetzbar?“ oder „Nimmt der Medienaspekt einen angemessenen Stellenwert ein?“ stehen nach wie vor im Raum und bringen Unsicherheiten mit sich. Die Arbeit an unserem Projekt hat uns gezeigt, wie intensiv konkrete Details durchdacht und geklärt werden müssen und wie nah wir an einer realistischen Umsetzung des Ganzen arbeiten müssen, um am Ende ein in sich stimmiges Projekt präsentieren zu können.
Unsere Ausschreibung sieht vor, dass „neben Elementen, die den allgemeinen Medienkompetenzerwerb fördern“, vor allem die Aktivitäten unterstützt werden, „bei denen sich die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe von Medien neue Perspektiven und Blickwinkel auf ihr persönliches Lebensumfeld erschließen und letztlich Möglichkeiten eröffnen, das Leben im eigenen Viertel aktiv mitzugestalten“. Einerseits dem Medienaspekt gerecht zu werden und gleichzeitig die Eigenaktivität und das Persönliche der Kinder sowie den sozialen Aspekt zu berücksichtigen, war das, was uns als Gruppe besonders herausgefordert hat. Dennoch hoffen wir, dass uns ein guter Zusammenschluss der Aspekte für eine realistische Umsetzung des Projekts gelungen ist.
Noch ist unsere Projektentwicklung nicht ganz abgeschlossen, aktuell stehen wir vor allem vor der Frage, wie wir die Kosten für die Umsetzung des Projekts am Besten realistisch berechnen können. Es gibt also noch weiteren Diskussionsbedarf und es wird noch einige Gruppentreffen geben, dennoch können wir sagen, dass wir uns in den letzten Monaten der großen Herausforderung der Projektentwicklung gestellt und viel erreicht haben, woran wir zu Beginn des Seminars noch große Zweifel hatten.

 

Gruppe 6: Auf dem Weg zum Feinkonzept

Woche für Woche nimmt unser Projekt mehr Gestalt an. Dabei waren die Rückmeldung der Projektpartner als auch der anderen Gruppen sehr hilfreich. Wir müssen bis zur Vorstellung des Feinkonzeptes noch ein paar Unklarheiten beseitigen. Ursprünglich hatten wir gedacht, dass LehrerInnen von sich aus sehr motiviert sein würden an einer Fortbildung für besseren Umgang mit Medien teilzunehmen. Wir haben mittlerweile eingesehen, dass den LehrerInnen ein besserer Anreiz gegeben werde muss. Daher wollen wir ein Zertifikat ausstellen, das die erfolgreiche Teilnahme an unserem Workshop und die damit erworbene Medienkompetenz bescheinigt. Dabei wollen wir auch versuchen die LehrerInnen anzusprechen, die eher medienkritisch sind und nicht nur diejenigen, die sowie schon motiviert sind mit neuen Medien zu arbeiten. Daher wollen wir bei der Akquise berücksichtigen, dass wir nich nur mit unserem Angebot wie z.B. dem Blog werben, sondern über die Problemstellung, dass die Mediennutzung für Kinder und Jugendliche zu ihrem alltäglichen Leben gehört und daher auch in der Schule nicht unterbunden werden sollte, sondern gewinnbringend in den Unterricht integriert werden sollte.

Wichtig dabei ist nach Tulodziecki, Herzig und Grafe, dass die SchülerInnen sich frei entfalten können und gleichzeitig den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden. Dabei soll Einigkeit über den Sinn der Maßnahmen herrschen, wobei es noch nötig sein wird ein Konzept für den Unterricht zu entwerfen, um die Ziele des medienpädagogischen Handelns in das bestehende pädagogische Grundkonzept zu integrieren (vgl. Tulodziecki, Herzig und Grafe: S. 5f). Bezogen auf unser Projekt wollen wir uns jedoch erst einmal um die methodische Ausarbeitung kümmern und uns auch der Frage nach der räumlichen Realisierbarkeit widmen, wie es Zierer verlangt (S. 13). Es wurde angemerkt, dass die LehrerInnen gar nicht persönlich geschult werden müssen, sondern dies alles über unseren Blog geschehen kann. Ursprünglich war der Blog alleine dazu gedacht den SchülerInnen und LehrerInnen eine Kommunikaitonsplattform zu bieten. Wir ziehen aber zum jetzigen Stand in Betracht, dass der Blog auch zur Kommunikation zwischen uns und den LehrerInnen genutzt werden kann um unsere Schulungen zu geben. Allerdings sind wir immer noch davon überzeugt, dass der Umgang mit Tablet PCs und Apps am besten in einem gemeinsamen Seminar funktioniert, das persönlicher und direkter ist als ein online Turorial. Darüber hinaus erhoffen wir uns von den LehrerInnen ein direktes Feedback erhalten zu können, da sie über viel Erfahrung aus der pädagogischen Praxis verfügen und wir durch unseren theoretischen und methodischen Input ein produktives Gleichgewicht erlangen. Dadurch geben wir den Lehrkörpern direkt die Chance mögliche Bedenken zu äußern, aber auch Unsicherheiten zu beseitigen. Wir denken, dass es für die Pädagoginnen sinnvoll ist sich intensiv mit den Medien zu beschäftigen, um einen kompetenten Umgang zu gewährleisten. Unser Bestreben ist es Vorurteilen und Ängsten bezüglich Mediennutzung im Unterricht zu beseitigen, indem wir womöglich komplex und technisch erscheinende Anforderungen erklären und zu einer einfachen Umsetzung verhelfen (Zierer, S. 13f). 

Literatur

Tulodziecki, Gerhard; Herzig, Bardo und Grafe, Silke. (2014). Medienpädagogische Forschung als gestaltungsorientierte Bildungs- forschung vor dem Hintergrund praxis- und theorierelevanter Forschungsansätze in der Erziehungswissenschaft.In: Medienpädagogik. Zürich.

Zierer, Klaus. (2011). Wider dem Projektezwang. In: Erziehungswisschenschaft Nr. 22 (2011). Frankfurt am Main. S. 9-18.

Gruppe 5: Medienqualifizierung pädagogischer Fachkräfte

Nach dem Grobkonzept ist vor dem Feinkonzept

Das Jahr nähert sich dem Ende und auch unser Projekt geht in großen Schritten auf die Zielgerade. In der letzten gemeinsamen Sitzung haben wir unser Grobkonzept vorgestellt. Angebrachte Kritik wie zum Beispiel der fehlende Finanzplan oder auch das endgültige Festlegen von Räumlichkeiten haben wir im Anschluss daran direkt in Angriff genommen.

Als Budget stehen uns laut Ausschreibung 20.000 Euro zur Verfügung. Als erstes haben wir das Referentenhonorar eingeplant, welches sich auf 500 Euro pro Sitzung beläuft. Insgesamt bedeutet das, dass wir 5000 Euro für das Honorar der Experten einplanen müssen. Neben den Experten, müssen wir die Techniker bezahlen, welche die MOOCs für uns erstellen sollen. Hierfür haben wir grob 25.000 Euro eingeplant, wie viel Honorar jedoch wirklich nötig ist, muss noch weiter recherchiert werden. In puncto Räumlichkeiten haben wir uns für einen Tagungsraum im Dorint Hotel an der Messe in Köln entschieden. Der Raum kostet uns inklusive Tagungstechnik, zwei Kaffeepausen und einmal Mittagessen am Tag, 15.000 Euro für zwei Tage. Die weiteren Kosten belaufen sich auf insgesamt 147.000 Euro Gehalt für die verschiedenen Mitarbeiter. Darunter fallen die Akquiesemitarbeiter, die Umfragemitarbeiter, die Projektangestellten sowie die Projektbegleiter. Zusätzlich haben wir die Kosten für Büromaterialen, Druck und Werbung, auf 1000 Euro festgesetzt. Insgesamt planen wir so eine total Summe von 193.000 Euro. Dies bedeutet momentan bleibt ein Rest von 7.000 Euro, der uns einen großen Puffer für mögliche Umdisponierungen bietet.

Außerdem haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob es für uns Sinn macht unseren Workshop als SCHILF (Schulinternet Lehrerfortbildung) anzubieten. Unter einer SCHILF versteht man so etwas wie eine Fortbildung an der Schule oder einen pädagogischen Tag (Vgl. Miller, S.32.). Diese Fortbildung bzw. der pädagogische Tag, könnte mit zehn Schulen und deren kompletten Kollegium durchgeführt werden. Definiert wird eine SCHILF dadurch, dass die Teilnehmer gemeinsam planen, arbeiten und kleine Fortschritte machen (Vgl. Miller, S.32.). Dieses Konzept würde mit unserer Workshop Planung theoretisch gesehen gut einhergehen. Auch die Tatsache das sich Schulinterne Lehrerfortbildungen durch das persönliche und fachliche weiterlernen in der Schule, sowie das gemeinsame Planen und durchführen von Projekten kennzeichnen, verstärkt den praktischen Bezug zu der Idee der Ausschreibung (Vgl. Miller, S.32.). Hinzu kommt die erhöhte Motivation der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer, durch das kollegiale zusammenarbeiten auf breiter Ebene (Vgl. Miller, S.32.). Den Workshop als eine SCHILF anzubieten wäre also eine gute Möglichkeit, das Wissen der Experten an die Lehrerinnen und Lehrer weiter zu geben. Das MOOC System, könnte natürlich auch in den Räumlichkeiten der Schule genutzt werden. So könnten wiederrum die Kosten für die Räumlichkeiten im Dorint Hotel gespart werden.

Sollten wir uns dafür entscheiden eine SCHILF durchzuführen, so sollten wir uns dabei an den „8-Punkte-Plan für eine erfolgreiche SCHILF“ halten. Dieser sieht wie folgt aus:
1. Vorbereitung der Lehrkräfte
2. SCHILF als Prozess durchführen
3. Moderatoren für die SCHILF
4. Ergebnisse als Kernbereich einer SCHILF
5. Umsetzung der Ergebnisse
6. Evaluation
7. Gruppenspezifischer Nutzen einer SCHILF
8. Individueller Nutzen einer SCHILF
(Vgl. Basold, S. 225)

Bevor wir am 12.12.2016 unser Feinkonzept vorstellen können, sollten wir uns auf jeden Fall für oder gegen das SCHILF System entschieden haben. Außerdem gilt es bis dahin die Frage zu klären, ob wir unsere MOOCS auch für die Öffentlichkeit eröffnen wollen, also zwei Räume (Privat und Öffentlich) schaffen möchten. Zudem müssen wir uns konkrete Themen für die einzelnen Sitzungen überlegen, Experten suchen sowie uns mit möglichen Kooperationspartnern in Verbindung setzen.

Verwendete Literatur:
– Basold, Katrin: Zur Entwicklung von Einzelschulen durch Schulinterne Lehrerfortbildung: Eine kritische Auseinandersetzung auf der Grundlage einer Analyse von Berichten niedersächsischer Haupt- und Realschulen, disserta Verlag, Hamburg, 2010
– Miller, Reinhold: Schulinterne Lehrerfortbildung: Der SCHILF Wegweiser, BELTZ Verlag, Basel, 1995

 

Zwei Monate später…

Zwei Monate nachdem wir ins Seminar gestartet sind, haben wir das „Bergfest“ deutlich hinter uns gelassen: Aus allen medienpädagogischen Projektideen wurden derweil Grobkonzepte, die über die Feiertage zu Feinkonzepten von den Studierenden weiterentwickelt werden. Auch das Seminarziel liegt inzwischen klar vor Augen: die Abschlusspräsentation der fertigen Konzepte. Das neue Jahr wird daher so „knackig“ beginnen, wie das Jahr 2015 zu Ende geht. Umso passender, dass durch die Weihnachtstage nun ein wenig Ruhe einkehrt.
Haben Sie alle schöne Weihnachten – auf bald im neuen Jahr!