Forschungsprojekte

Titel Beschreibung Leitung
Praktische Umsetzung und Evaluation der Inklusionsstrategie „Response-to-Intervention“ (RTI) Als Organisationsrahmen ermöglicht und unterstützt „Response-to-Intervention“ (RTI) die Kooperation von Regel- und Sonderpädagogen. Dazu werden in RTI die Lernstände aller Schüler regelmäßig erhoben. Unabhängig von einem formal festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten dann alle Kinder mit Lernrückständen eine zunehmend intensive, spezifische und individualisierte Kleingruppenförderung in mehreren Stufen. Der Fördererfolg wird dabei fortlaufend systematisch überprüft und die Intervention ggf. angepasst. An den Partnerschulen wird RTI durch die Uni Köln wissenschaftlich evaluiert. Michael Grosche
Wissenschaftliche Begleitung im Kreis Mettmann
„Schule auf dem Weg zur Inklusion“
Ziel: Der Kreis Mettmann setzt in seinem Vorhaben „Schulen auf dem Weg in die Inklusion“ die durch die UN deutlich geforderte inklusive Schullandschaft konsequent und prozessbezogen um. Der angestrebte Prozess ist durch sein innovatives und flächendeckendes Konzept ein Novum im Land NRW.Um der Komplexität des Prozesses hin zu einer inklusiven Schule im Kreis Mettmann gerecht zu werden, findet eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universitäten Köln und Oldenburg statt. Die wissenschaftliche Begleitung findet auf zwei Ebenen statt:1. Ebene: Prozessbegleitung, -evaluation und -dokumentation,2. Ebene: Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte.Bis zum Jahre 2013 werden in einer Längsschnittstudie die Veränderungen, die im Verlauf des Weges beobachtet werden, auf Ihren Einfluss für das Gelingen einer erfolgreichen inklusiven Schullandschaft untersucht. Ziel dieser engen Kooperation zwischen den Universitäten,dem Schulamt des Kreises Mettmann, den angegliederten Kompetenzzentren und Grundschulen ist es die Ressourcen und den Bedarf aller Beteiligten im Überblick, aber vor allem prozessbezogen, aufzuzeigen und auf Basis einer Empfehlung stetig zurückzumelden. Projekthomepage Laufzeit: 2011-2014 Projektförderung: Kreis Mettmann Kooperationspartner: Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, Universität Oldenburg Thomas Hennemann, Jürgen Wilbert
Lehrkraftfeedback und soziale Integration Nationale und internationale Befunde zeigen, dass die soziale Integration von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht ungünstiger verläuft als gewünscht. In einer Feldstudie wird mit Hilfe von Videoanalysen untersucht, inwieweit verbales und unverbales Lehrkraftfeedback die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern in der Grundschule vorhersagen kann. Christian Huber
Einfluss normativer Vorgaben von Lehrkräften auf die soziale Wahrnehmung von Drittklässlern Nationale und internationale Befunde zeigen, dass die soziale Integration von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht ungünstiger verläuft als gewünscht. Im Rahmen eines pc-gestützten Experimentes wird untersucht, ob normative Wertungen einer Lehrkraft die soziale Wahrnehmung von Grundschulkindern bei 100 Probanden beeinflussen kann. Das Projekt ist eine Vorstudie für ein erweitertes Forschungsprojekt. Im Rahmen des Projektes wurde ein DFG-Antrag gestellt. Christian Huber
Bezugsnormorientierung und soziale Integration Zahlreiche Studien legen insbesondere für das deutsche Schulsystem einen Zusammenhang zwischen Schulleistung und sozialer Akzeptanz innerhalb einer Lerngruppe nahe. Im Rahmen eines Forschungsprojektes an sechs Leverkusener Grundschulen wird untersucht, ob die Bezugsnormorientierung von Lehrkräften einen Einfluss auf die soziale Akzeptanz von schulleistungsschwachen Schülern haben könnte. Kooperationspartner: Fontaneschule (Leverkusen), KGS Im Burgweg (Leverkusen), Löwenzahnschule (Leverkusen), GGS Im Steinfeld (Leverkusen), Ericht-Kästnr-Schule (Leverkusen) Christian Huber, Jürgen Wilbert
Schulpsychologie und Inklusion Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention stellt deutsche Bildungsinstitutionen vor neue Herausforderungen. Für die deutsche Schulpsychologie stellt das Thema Inklusion eine interessante Chance zur Neuausrichtung der schulpsychologischen Tätigkeit dar. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden auf Grundlage von Entwicklungen in der internationalen Schulpsychologie Modelle für eine inklusive Ausrichtung der Schulpsychologie in Deutschland entwickelt. Christian Huber
Die Wirkung normativen Feedbacks auf die Lern- und Leistungsmotivation in heterogenen Lerngruppen Ziel: Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, wie sich soziale, individuelle und kriteriale Bezugsnormen bei der Leistungsbewertung auf die Motivation von Schülern auswirken. Es wird davon ausgegangen, dass sozial-kognitive Variablen (Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit) sowie das Leistungsniveau hierbei eine bedeutende moderierende Wirkung haben. Laufzeit: seit 2008 Projektförderung: Anschubfinanzierung Universität zu Köln; Projektantrag in Vorbereitung Kooperationspartner: Dr. Heike Gerdes, Prof. Dr. Ellen Aschermann (Pädagogische Psychologie) Jürgen Wilbert
IRT Messverfahren zur Erfassung von Lernverläufen Ziel: Lernverlaufsdiagnostik wird in der aktuellen Diskussion als ein zentrales Instrument zur Förderung von SchülerInnen mit beeinträchtigtem Lernen gesehen. Ein zentrales Problem hierbei ist, wie sich Instrumente entwickeln lassen, die zuverlässig und valide Lernprozesse – und damit Veränderungen – erfassen könnnen. Diagnostische Instrumente auf Basis der klassischen Testtheorie sind hierzu nur sehr eingeschränkt verwendbar.Eine mögliche Lösung bietet die Items-Response Theorie, die es erlaubt, kriterial die Fähigkeit einer Person zu erfassen (unabhängig der Schwierigkeit der Testaufgaben).In dem Projekt wird die Einsetzbarkeit dieser Verfahren am Beispiel von C-Tests bei Förderschülern untersucht. Laufzeit: seit 2010 Kooperationspartner: Markus Linnemann (Institut für Deutsche Sprache und Literatur) Jürgen Wilbert
Diagnostik und Förderung beim Übergang vom Kindergarten in die inklusive Grundschule – ein RTI-Projekt Ziel: In einer Interventionsstudie soll die Implementation und Durchführung eines gestuften Fördersystems (im Sinne von RTI) in den Bereichen der sozial-emotionalen Entwicklung, Kognition, Sprache und Mathematik an der Kettelerschule in Bonn evaluiert werden. Vorschulkinder werden zweimal wöchentlich in der inklusiven Grundschule gefördert und der Erfolg der Maßnahmen kosequent und regelmäßig überprüft. Laufzeit: ab Herbst 2013 Kooperationspartner: Kettelerschule (Bonn). Thomas Hennemann, Gino Casale, Tobias Hagen