#fluter zum Thema Integration #Lesetipp

Die aktuelle Ausgabe des fluter (Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung) widmet sich dem Thema Integration. Die Ausgabe könnte speziell für den im Seminar zugrunde gelegten, informellen Kontext lesenswert und hilfreich sein. Mehr unter: http://www.fluter.de/de/154/thema/

Auf die Kontexte kommt es an! #Kontexte16

Zwei Kontexte begleiten das Seminar in diesem Semester: Einer davon ist mit der Hochschule und dem studentischen Publizieren ein (vermeintlich) formaler, einer mit einem Flüchtlingsprojekt ein (vermeintlich) informeller. Durch die Kombination der beiden Kontexte erhoffe ich mir als Dozentin, dass unterschiedliche Gestaltungsfragen und -optionen im Seminar diskutiert werden.

Ausgangspunkt bilden zwei schriftliche Problemskizzen, die die aktuellen Herausforderungen in der Gestaltung der Kontexte, nächste Schritte und offene Fragen beschreiben und für alle Teilnehmenden im Seminar sichtbar machen. Ausgehend davon haben wir am zurückliegenden Dienstag verschiedene Fragen diskutiert, u.a.

  • Wie erreicht man die spezifischen Zielgruppen im Projekt? Wer sind die Zielgruppe überhaupt?
  • Wie reagieren weitere Akteursgruppen auf das Projekt?
  • Inwieweit zielen beide Projekte auf (mehr) Kommunikation? Welche Bedeutung spielt Sprache/Sprachlichkeit in den Projekten?
  • Wie kann man die Standorte, die den beiden Kontexten zugrunde liegen, miteinander in Beziehung setzen oder vernetzen?
  • Welche Medienformen können eingesetzt werden? Warum?
  • Wie organisieren sich die Projekte intern?

Über diese eher praktischen Fragen hinaus geht es nun darum, bis Mitte Mai Forschungsfragen zu definieren, denen die Studierenden für einen Kontext nachgehen. Dabei bildet je eine Seminarhälfte ein „Beratungsgremium“ für die Weiterentwicklung des Kontexts, was nicht zuletzt aufgrund der daraus resultierenden Großgruppenarbeit anspruchsvoll wird: So gilt es innerhalb der Kontexte vor allem die (Teil-)Gruppen aufeinander einzustimmen und die Kommunikation zwischen ihnen zu unterstützen. Diese Rolle übernehmen u.a. die Berichterstatter*innen. Zuvor erarbeiten alle Studierende aber in zusammengewürfelten Gruppen ’Spotlights’, also Blitzlichter, die spezifische Inhalte für das bessere Verständnis der Kontexte für die Seminargruppe aufbereiten und verdeutlichen. Gleichzeitig lernen sie sich so ein wenig besser kennen.

Worauf baut das Seminar auf? #Literatur

Aßmann, S. (2013). Medienhandeln zwischen formalen und informellen Kontexten: Doing Connectivity. Reihe Medienbildung und Gesellschaft. Wiesbaden: Springer VS.

Bachmann, G. (2014). Passt der traditionelle Campus zum Studieren von heute? In T. Skerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen. Reihe Medien in der Wissenschaft, Band 66 (93–121). Münster: Waxmann.

Hofhues, S. (2015). Informelles Lernen mit digitalen Medien in der Hochschule. In M. Rohs (Hrsg.), Handbuch Informelles Lernen (S. 1–14). Heidelberg: Springer VS.

Tully, C. J. (1994). Lernen in der Informationsgesellschaft. Informelle Bildung durch Computer und Medien. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Wolf, K. D., Rummler, K. & Duwe, W. (2011). Medienbildung als Prozess der Unsgestaltung zwischen formaler Medienerziehung und informeller Medienaneignung. In H. Moser, P. Grell & H. Niesyto (Hrsg.), Medienbildung und Medienkompetenz. Beiträge zu Schlüsselbegriffen der Medienpädagogik (S. 137–158). München: kopaed.