Kooperationen im Raum Köln | aktueller Stand #myvoice

Nach einigen Wochen liegt der Forschungsschwerpunkt der Gruppe nun auf den verschiedenen Arten von Kooperationen, die zwischen „My Voice“ und potenziellen Partnern möglich sind. Im Raum Köln geht es bei diesen Kooperationen allerdings eher um eine Anlaufstelle für Partner, die denen in Hamburg ähneln. Es wurden einige Kölner Organisationen bezüglich dieses Themas kontaktiert, deren Antworten in Verbindung mit Ergebnissen aus der Kooperationsforschung und weiteren theoretischen Grundlagen in der Abschlusspräsentation am 19.07.2016 vorgestellt werden sollen.

Antworten auf die von der Gruppe formulierte Forschungsfrage, sowie einzelne Schritte des genauen Vorgehens und herausgefundene Ergebnisse während der Gruppenarbeitsphasen, sollen in der letzten Seminarsitzung detaillierter dargestellt werden. Ein wichtiges Thema sind hierbei auch die Grenzen der Machbarkeit, sprich der Umsetzung in der Realität für das Projekt „My Voice“. Ob sich „My Voice“ weiter ausbreiten sollte oder aber hauptsächlich in Hamburg bleiben wird, auch hierauf wird in der Abschlusspräsentation genauer eingegangen.

Abschließend wird ein zusammenfassendes Ergebnis aus der Projektarbeit für die Autoren von „My Voice“ zusammengestellt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe des Resultats der Gruppenarbeit „My Voice“ weiterzuentwickeln und bestenfalls immer weiter zu verbessern.

– verfasst von tkowala –

Worauf baut das Seminar auf? #Literatur

Aßmann, S. (2013). Medienhandeln zwischen formalen und informellen Kontexten: Doing Connectivity. Reihe Medienbildung und Gesellschaft. Wiesbaden: Springer VS.

Bachmann, G. (2014). Passt der traditionelle Campus zum Studieren von heute? In T. Skerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen. Reihe Medien in der Wissenschaft, Band 66 (93–121). Münster: Waxmann.

Hofhues, S. (2015). Informelles Lernen mit digitalen Medien in der Hochschule. In M. Rohs (Hrsg.), Handbuch Informelles Lernen (S. 1–14). Heidelberg: Springer VS.

Tully, C. J. (1994). Lernen in der Informationsgesellschaft. Informelle Bildung durch Computer und Medien. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Wolf, K. D., Rummler, K. & Duwe, W. (2011). Medienbildung als Prozess der Unsgestaltung zwischen formaler Medienerziehung und informeller Medienaneignung. In H. Moser, P. Grell & H. Niesyto (Hrsg.), Medienbildung und Medienkompetenz. Beiträge zu Schlüsselbegriffen der Medienpädagogik (S. 137–158). München: kopaed.

Worum geht es im Seminar? #Seminarbeschreibung

Auf den Kontext kommt es an! Teilnehmende der Einführungsvorlesung in die Mediendidaktik werden diesen einfachen Ausspruch oftmals gehört haben, doch liegt in ihm ein wichtiges Detail mediendidaktischer Planungsprozesse verborgen. So dienen Medien in formalen Kontexten in der Regel dazu, ein Lern- oder Bildungsziel zu erreichen; allerdings wäre es falsch anzunehmen, dass Medien hier ausschließlich formal eingesetzt würden. Man denke nur an die Facebook-Gruppen, die sich parallel zu Vorlesungen oder Seminaren bilden, oder an die verschiedenen Medienangebote, die nicht im direkten Zusammenhang mit einer Lehrveranstaltung stehen und eher informelle Aneignungs- anstelle formaler Lernprozesse anregen. Außerhalb formaler Bildungskontexte ist es ähnlich – nur umgekehrt: So geschieht Medienaneignung dort vorwiegend informell: z.B. zuhause, wo Hard- und Software wie selbstverständlich ausprobiert werden, in der Familie, innerhalb derer eigene oder gemeinsame Mediennutzungsstrategien entwickelt werden, mit Freunden, mit denen Sie sich gar nicht groß absprechen, ob Sie Whatsapp nutzen oder nicht, oder im Jugendclub, der unterschiedliche Bildungsgelegenheiten im non-formalen Raum anbietet. Hier stellt sich somit viel mehr die Frage, wie bspw. Medienprojekte in und für diese Zielgruppen und Kontexte dazu anregen, sich strukturiert mit Medien (im Sinne einer Formalisierung) auseinanderzusetzen.

Das Seminar „Medien in formalen und informellen Kontexten“ widmet sich daher den vielfältigen Kontexten, innerhalb derer Medienhandeln angestoßen wird. Gemeinsam wird im ersten Teil des Seminars danach gefragt, welche Rolle Kontexte für individuelles Medienhandeln spielen und wie diese mögliche Konzepte im Bereich der Mediendidaktik beeinflussen. Im zweiten Teil des Seminars werden Medienprojekte in formalen und informellen Kontexten durchdacht und entwickelt. Ziel des Seminars ist es, ein formales und ein (eher) informelles Medienprojekt im Laufe des Semesters auch umzusetzen.