Was bedeutet eigentlich Kooperation? — Hintergrundwissen zum Projekt #MyVoice

Der Begriff „Kooperation“ kommt ursprünglich aus dem Lateinischen von „cooperatio“ und bedeutet „Mitwirkung“. Heute gibt es verschiedene betriebswirtschaftliche Definitionen, die den Begriff der Kooperation in unterschiedlicher Weise beschreiben, den Ursprung aus dem Lateinischen aber alle aufgreifen und wiederspiegeln.

  • Nach Bott beschreibt Kooperation ein kartellrechtlich erlaubtes Handeln, dass auf einen gemeinsamen Zweck abzielt und zwischen zwei oder mehreren voneinander unabhängigen wirtschaftlich handelnden Subjekten in Form von direkten Vertragsabschlüssen stattfindet. (Bott 1967)
  • Knoblich definiert Kooperation ähnlich, als eine auf freiwilligen vertraglichen Vereinbarungen beruhende Zusammenarbeit zwischen mehreren wirtschaftlich und rechtlich unabhängigen Unternehmen in bestimmten unternehmerischen Teilbereichen. (Knoblich 1969)
  • Nach Gerth beschreiben Kooperationen das Zusammenwirken von Betriebswirtschaften, die durch Ausgliederung betrieblicher Teilbereiche und kollektive Ausübung von Aufgaben auf eine wirtschaftlich verbesserte Situation hoffen, während nach Grochla es sich hierbei um ausgegliederte und koordinierte Erfüllung von Teilaufgaben ökonomisch und rechtlich selbstständiger Unternehmen handelt. (Gerth 1971)
  • Nach Benisch handelt es sich bei Kooperationen dagegen um die Zusammenlegung einzelner Unternehmensbereiche, die die Leistung der einzelnen Unternehmen, sowie die Wettbewerbsfähigkeit steigern soll. Bei Blohm taucht in der Definition selbst auf, dass es sich bei Kooperationen nicht zwangsläufig um vertragliche Vereinbarungen handeln muss, es kann sich stattdessen auch um stillschweigende Vereinbarungen handeln, bei denen es um die Zusammenarbeit zwischen rechtlich selbstständigen und in dem nicht von der Kooperation betroffenen Bereich auch wirtschaftlich unabhängigen Unternehmen geht. (Benisch 1973)
  • Semlinger beschreibt Kooperation als „dominantes Koordinationsmodell in Unternehmensnetzwerken“, bei denen es durch relativ stabile Interaktion und ein „Wechselspiel von Autonomie und Kontrolle“ zur Erwartungs- und Verhaltensabstimmung kommt. (Semlinger 1993)

Die oben beschriebenen Definitionen entsprechen nur einem Bruchteil dessen, was in der Literatur (z.B. Etter, 2003) an Definitionen zum Begriff der Kooperation zu finden ist und sollen zeigen, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, was eine Kooperation zwischen zwei oder mehreren Wirtschaftssubjekten ausmacht. Fasst man die oben mehrfach beschriebenen Merkmale zusammen, wird deutlich, dass es sich bei Kooperationen um die Zusammenarbeit zwischen rechtlich und zumindest partiell wirtschaftlich unabhängigen Unternehmen oder Einzelpersonen handelt, der die Koordination von Verhalten zu Grunde liegt und die eine höhere Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung zur Folge hat, als individuelles Handeln.

Literatur:
Benisch, Werner (1973): Kooperationsfibel, 4. Auflage, Bergisch Gladbach.
Bott, Helmut (1967): Zwischenbetriebliche Kooperation und Wettbewerb, Köln.
Etter, Christa (2003): Nachgründungsdynamik neugegründeter Unternehmen in Berlin im interregionalen Vergleich, Dissertation, FU Berlin.
Gerth, Ernst (1971): Zwischenbetriebliche Kooperation, Stuttgart.
Knoblich, H. (1969): Zwischenbetriebliche Kooperation, Wesen, Formen und Ziele, in: ZfB, 39. Jg., 8/1969.
Semliner, Klaus (1993): Effizienz und Autonomie in Zulieferungsnetzwerken, Zum strategischen Gehalt von Kooperationen, in: Staehle, Wolfgang; Sydow, Jörg (Hrsg.): Managementforschung 3, Berlin, New York.

– verfasst von tkowala –

Inwiefern beeinflusst die öffentliche Zugänglichkeit von Arbeiten das Unterrichtskonzept von Lehrenden? Ein Einblick in #doingresearch

Im Rahmen des Seminars „Medien in formalen und informellen Kontexten“ bei Frau Prof. Hofhues befasst sich unsere Kleingruppe mit einem Forschungsprojekt, das sich primär auf formale Kontexte konzentriert und sich mit dem Thema der Zugänglichkeit von studentischen Arbeiten an Universitäten beschäftigt. Da ein derartiges System in Deutschland bisher nicht etabliert wurde, befassen wir uns auch mit den Vorraussetzungen für eine möglichen Umsetzung.

Verfasste Arbeiten von Studierenden werden (oftmals) nicht zugänglich gemacht, da diese das Unterrichtskonzept der Lehrenden beeinflussen könnten. Konservative Lehrende hätten nicht mehr die Möglichkeit Forschungsergebnisse für sich zu beanspruchen und eventuell auch an diesen mitzuwirken. Auch das Unterrichtskonzept müsste umstrukturiert werden, da nicht von Semester auf Semester dasselbe unterrichtet werden könnte. Dies würde somit auch einen höheren Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten. Da Studierende jedoch von diesem Projekt profitieren könnten, stellt sich die Frage, wie ein derartiges System trotzdem in Deutschland zu etablieren wäre und wie bisherige Gegner dieses Vorhabens vom Gegenteil überzeugt werden könnten.

Welche Ziele verfolgt das Projekt? Vorgehensweise um nötige Informationen aus anderen Ländern, die dieses System bereits nutzen, zu bekommen:

  • Formulierung der Interviewfragen/Kontaktsuche/Literaturrecherche
  • Führen von Interviews mit Lehrenden und die Auswertung bzw. Verschriftlichung dieser
  • Aktives Forschen und Verschriftlichung von Ergebnissen
  • Letzte Überarbeitung

Welche Risiken bestehen?

  1. Mangel an Kontakten
  2. Mangelnde Qualität der Antworten
  3. Die Umsetzbarkeit, da nicht übertragbar (amerik. System und das Deutsche)

Welche Arbeitsschritte wurden bereits umgesetzt?
In den letzten zwei Wochen wurden E-mails an verschiedene Universitäten in den USA versandt und jetzt gilt es nur noch auf eine Antwort zu warten und diese dann in unsere Forschung miteinzubeziehen.

– verfasst von mmildner –

#MyVoice als Kennenlern-Plattform?

Köln, im Sommersemester 2016. In meinem vergangenen Eintrag berichtete ich über das Seminar „Medien in formalen und informellen Kontexten“ von Frau Hofhues. Genauer über das Vorhaben Forschungsfragen in Projektgruppen zu erarbeiten. Spezieller über das Projekt „MyVoice“.

In der letzten Seminarsitzung bekamen die Studierenden Zeit sich in ihren Gruppen zusammenzusetzen und an ihren Projekten und Fragen weiter zuarbeiten. „MyVoice als Kennenlern-Plattform?“ Diese Frage beschäftigt die Projektgruppe und stellt die Kernidee ihrer Gedanken dar. Ausgehend von dieser Frage diskutierten sie freudig und entwickelten den Gedanken des anderen weiter. Sie möchten einen aktiveren Austausch erreichen, nicht nur innerhalb der Flüchtlinge, sondern auch mit den „Einheimischen“.

Derzeit stelle es sich auf dem Blog so dar, dass die meisten Beiträge von geflüchteten, gebildeten Männern verfasst würden. Dies sei ein Problem, da dies nur eine sehr einseitige Darstellung sei. Die meisten scheinen also ein gewisse Scham oder zu wenig Mut zu haben um etwas zu veröffentliche. Zudem hätten die Bilder, welche eingestellt werden, die Funktion „sich in einer Weise zu erleichtern“, so die Projektgruppe. Sie äußern weiter den Gedanken, dass sich Flüchtlinge eventuell viel mehr mit anderen Dingen auseinandersetzen wollen als schon nach kurzer Zeit ihre Flucht und negativen Erfahrungen aufzuarbeiten. Positiv merken sie in dem Zusammenhang den Fotografie-Workshop von „MyVoice“ an. In diese Richtung möchte die Gruppe weiterdenken und –arbeiten.
Sie möchten durch Angebote für Alle (nicht exklusiv für Flüchtlinge) einen Austausch und ein Aufeinandertreffen herstellen. Dazu sollen Workshops mit beispielsweise dem Thema „Gemeinsames Kochen – interkulturelle Rezepte“ ins Leben gerufen werden.

Daraus ergaben sich folgende Überlegungen bezogen auf die Forschungsfrage:

  • „MyVoice“ als digitales Soziales-Netzwerk
  • Austausch fördern/Regionale Integration durch Umfeld, Bewohner, etc.
  • Kontakte knüpfen
  • Das Umfeld aktiv Kennenlernen
  • Vorurteile ausräumen
  • Größere Anzahl an Beiträgen im Blog generieren

Um solch ein Soziales-Netzwerk umsetzen zu können, stellte die Gruppe die Frage in den Raum, ob und wie die Internetseite sich verändern müsste. Muss das Interface überarbeitet werden? Welche Rubriken müssen neu eingeführt werden? Kann man mit „Verlinkungen“ arbeiten, beispielsweise auf schon bestehende Netzwerke wie Facebook oder Instagram. Am Ende der Sitzung stellte jede Gruppe ihre Forschungsfragen zu den beiden Projekten („DoingResearch“ und „MyVoice“) vor. Dabei kam zu Tage, dass sich die Forschungsfrage von der von mir berichteten Gruppe mit der einer anderen Gruppe aus dem Kurs ähnelt. Eine weitere Konkretisierung in Absprache mit der anderen Gruppe ist also von Nöten. Aus diesem Grund möchte sich die Gruppe im weiteren Vorhaben mit den Verantwortlichen des Blogs „MyVoice“ in Verbindung setzen und spezielle Fragen klären. Wie sich das ganze Entwickelt hat erfahren Sie, wir und ich hoffentlich in Kürze.

– verfasst von dwallasch –

Medien und die Renaissance des Prints #myvoice

In einem Skype-Gespräch mit Frau Dr. Hofhues wurde Durchblick und Planbarkeit für die weitere Arbeitsweise geschaffen. In den letzten Tagen bzw. Wochen hat sich dadurch die Forschung der Forschungsgruppe „myvoiceproject- Medienkompetenzen“ weiterentwickelt und die Ergebnisse sind nun zentriert ausgerichtet.Durch das weitere Vorgehen hat sich die Forschungsfrage nun dahingehend der Möglichkeit bedient, sozusagen das Verhältnis von Soll- und Ist-Zustand zu beleuchten und gegenüberzustellen. Damit können nun eindeutigere Verbesserungsvorschläge zum Thema Mediennutzung gemacht werden.

Um zum Kern der Ergebnisse zu kommen, leiten die Teilnehmer*innen nach einer wertschätzenden kurzen Einführung über „myvoice-project“ zur Forschungsfrage über, was mit Medien grundsätzlich möglich sei und welche Medienkompetenzförderungen „myvoice-project“ jetzt schon bietet.Um zu wissen, was Medienkompetenz überhaupt ist, stützen sich die Forscher*innen auf das Modell Baackes, einem der leitenden Medienwissenschaftler. Dieses Modell der Medienkompetenz wird aufgrund seiner Bedeutsamkeit in der aktuellen Medienpädagogik genauer vorgestellt und anhand der Leitmotive das Forschungsprojekt reflektiv analytisch ausgerichtet. Der erste Aspekt Mediennutzung führt dazu, die technischen Voraussetzungen und Kooperationen mit Institutionen zu untersuchen. Die Gruppe merkt an, dass der Austausch fehlt und z.B. keine Kommentarfunktion eingerichtet ist. Ein Verbesserungvorschlag wäre, Chats einzufügen, um eine aktivere Teilnahme anzuregen. Mediengestaltung, Medienkunde und Medienkritik werden in den nächsten Schritten erläutert und verglichen. Ein weiterer interessanter Aspekt ist dabei die Medienkritik. Medien scheinen grundsätzlich allgegenwärtig. Menschen erhalten beim „myvoice-project“ die Möglichkeit, sich mitzuteilen, vor allem im Bereich des Austausches von und für Flüchtlinge. Ein Aspekt, der Medienkompetenz erkennbar fördert. Um dies noch zu unterstützen, werden Workshops und Kooperationen mit Universitäten vorgeschlagen.

Ein zu untersuchender Gegenstand ist die Diskussion, ob Printmedien für den Austausch und Kontakt für die Zielgruppe „Flüchtlinge“ geeigneter sind als digitale Medien. Frau Dr. Hofhues bezeichnete diese These als die „Renaissance des Prints“. Die dahinterstehende Behauptung ist, dass das Projekt „myvoice-project“ aufgrund seiner Aktualität und seiner Wichtigkeit in jedem Falle funktionieren könne, aber dass Printmedien die Erreichbarkeit für bis jetzt viele „Unerreichbare“ steigern könnten. Der allgemeine Konsens der Gesellschaft geht wahrscheinlich davon aus, dass Printmedien sterben werden, was die Forscher*innen der Gruppe nicht teilen. Zusätzlich könnten sich durch die Bereicherung von Printmedien diese Aspekte dann bald exemplarisch genauer untersuchen lassen. Obwohl Medien allgegenwärtig scheinen, sehen die Forscher*innen für viele Neuankömmlinge aufgrund von Beschaffungsmöglichkeiten Grenzen des digitalen Einsatzes. Des weiteren sind Zugangschwierigkeiten durch Sprache und Bedingungen gegeben. Die Teilnehmer*innen schlagen vor, neben der digitalen Welt auf Printmedein zu erweitern. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind einfach nutzbar. Der Nachteil wäre, dass die weltweite Verbreitung fast unmöglich sei.Über das Fazit der Zusammenarbeit spricht sich die Gruppe positiv aus. Mit Hilfe der „digitalen Medien“ war die Kommunikation sehr unkompliziert, hausptsächlich über Email-Verkehr und Whatsapp-Chats. Bewältigte kleine Hürden in der jüngsten Vergangeheit waren die unterschiedlichen Vorstellungen der Darstellungen, die Kooperationen und Absprachen, wie sie in jeder Teamarbeit vorkommen. In Bezug zu den Wechselwirkungen mit anderen Gruppen, hat sich herausgestellt, dass die Zweite „myvoice-poject“ Gruppe des Kurses, quasi an dem Punkt weiterdenkt, an welchem diese Gruppe endet. Hier liegt der Fokus auf der Kooperation mit Printmedien, während die Kommilitonen andere Kooperationen mit mehreren Medienmöglichkeiten in Betracht ziehen.

Aktuell gibt es nur noch folgendes zu sagen: Der Inhalt steht, die Strukturierung und die Powerpointfolien werden momentan überarbeitet, ebenso wie die Metakommunikation zwischen den einzelnen Folien. Beim Präsentieren wird geübt, schneller auf den Punkt zu kommen. Und der Vorsatz ist gefasst, nächsten Dienstag mit Selbstbewusstsein vorzutragen. Viel Glück und Erfolg am Dienstag!

– verfasst von csteffan –

Fördert das Projekt „My Voice“ Medienkompetenzen?

Die Gruppe „„myvoice-project-Medienkompetenzen“ untersucht grundsätzlich die Frage, ob das „myvoice-project“ Medienkompetenz fördert. Die Forscher*innen dieser Gruppe haben durch ihre bisherigen Ergebnisse das Projekt nun in zwei Bereiche aufteilen können: Erstens, ob und in welcher Form das Projekt die Medienkompetenzen fördert und zweitens, wie man diese Möglichkeiten zusätzlich unterstützen und erweitern kann.

Die bisherigen Forschungen sahen u.a. vor, Kontakt zu Anna Heudorfer zu suchen und die bestehenden Angebote zur Medienkompetenzförderung zu erfahren. Das letzte Teilergebnis war eine Email von Anna Heudorfer mit der Antwort, dass das Projekt durchaus die Medienkometenzen fördere, allerdings noch nicht ausgereift sei und z.B. Fehler in der Organisation zum Scheitern geführt hätten.

Die aktuelle Beschäftigung der Teilnehmer*innen der Forschungsgruppe sieht nun weiterhin vor, Kontakt zu dem bestehenden Projekt zu suchen und Kooperationen in Gang zu setzen.Die Studierenden sind sich einig, dass die Medienkompetenzen gefördert werden können, wenn das Angebot und die Nachfrage, angepasst an die Größe des Projektes, stimmen. Dafür stehen einige zu klärende Fragen auf dem Programm, z.B. die Zugänglichkeit der Plattform, die Budgetfrage etc. Des weiteren ist ein Brainstorming für eine breitere Palette an Ideen vorgesehen, um die Angebote und die Zugänglichkeit auf der Plattform zu verbessern.Insbesondere nach der letzten Präsenzsitzung sollen nun die vorhandenen Medienkompetenzen der Flüchtlinge sowie die grundsätzliche Bedeutung der Medienkompetenzen untersucht werden. Dafür ist entscheidend, die Lerngewohnheiten und Vorgehensweisen in anderen Ländern und Schulsystemen zu beleuchten.

Die Zusammenarbeit der Gruppe sieht vor, dass Teilaufgaben vergeben wurden und werden, nach denen z.B. die Kommunikation mit Anna Heudörfer oder das Heraussuchen der Definitionen nach Baacke. Die Medienkompetenzförderungen sollen nach Baackes vier Teilaspekten Mediennutzung, Medienkunde, Medienkritik und Mediengestaltung ausgerichtet werden.

Hilfe und Unterstüzung ist bisweilen nur von Anna Heudorfer zum Tragen gekommen bzw. durch Frau Dr. Hofhues und das zurückliegende Seminar, welche Tipps und Ideen in den Raum mit einbrachte.

– verfasst von csteffan –

Inwiefern beeinflusst die öffentliche Zugänglichkeit von Arbeiten das Unterrichtskonzept von Lehrenden? Nächste Schritte bei #doingresearch

Im Rahmen des Seminars „Medien in formalen und informellen Kontexten“ bei Frau Prof. Hofhues hat sich unserer Kleingruppe mit der Zugänglichkeit von studentischen Arbeiten an Universitäten und den damit verbundenen Konsequenzen sowie eine mögliche Umsetzung eines derartigen Systems in Deutschland beschäftigt.

Da ein vergleichbares System bereits in den USA existiert, galt es weitere Informationen zu diesem in Erfahrung zu bringen. Um dies zu bewerkstelligen, wurden E-Mails an verschiedene Universitäten in den USA versandt. Fünf der kontaktierten Universitäten haben bereits geantwortet und einige haben sich zusätzlich dazu bereit erklärt, ein Skype-Gespräch zu führen, um uns bestmöglich bei unserer Forschungsaufgabe zu unterstützen. Trotz der positiven Rückmeldungen, zeigten sich schon hier erste Schwierigkeiten. Einige der von uns verfassten Fragen konnten leider nicht beantwortet werden, da es, wie sich rausstellte, große Unterschiede in den jeweiligen Bildungsystemen gibt. Auch der Begriff “wissenschaftliches Arbeiten“ scheint eine andere Bedeutung bzw. einen anderen Stellenwert in den USA zu haben. Dennoch hoffen wir, dass sich die meisten Fragen bzw. Probleme durch weitere Gespräche klären lassen.

Neben der Kontaktaufnahme zu den amerikanischen Universitäten, hat sich unsere Gruppe zusätzlich bemüht, Kontakt zu deutschen Universitäten aufzunehmen, die Studierenden bereits die Möglichkeit geben wissenschaftlich tätig zu werden, um hier die USA und Deutschland vergleichend gegenüber stellen zu können. Auch dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, jedoch waren wir dennoch in der Lage unsere Schlüsse aus den erhaltenen Informationen zu ziehen.

Was sind unsere nächsten Schritte?
Unsere jetzige Aufgabe ist es, unseren Fragenkatalog zu überarbeiten und uns bestmöglich auf das bevorstehende Skype-Gespräch vorzubereiten.

– verfasst von mmildner –

Köln, im Sommersemester 2016 #myvoice

An der Universität zu Köln wird das Seminar „Medien in formalen und informellen Kontexten“, bei Frau Hofhues, angeboten. Da Medien auf breites Interesse stoßen, wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und alltäglichen Lebens ist, ist es auch für mehrere Studiengänge an Universität zugänglich und zu belegen. Somit sitzen Studenten, verschiedener Ziele, Erwartungen und Hoffnungen in diesem Seminar zusammen.

Das Seminar widmet sich den vielfältigen Kontexten, innerhalb derer Medienhandeln angestoßen wird. Gemeinsam wird im ersten Teil des Seminars danach gefragt, welche Rolle Kontexte für individuelles Medienhandeln spielen und wie diese mögliche Konzepte im Bereich der Mediendidaktik beeinflussen. Im zweiten Teil des Seminars werden Medienprojekte in formalen und informellen Kontexten durchdacht und entwickelt. Ziel des Seminars ist es, ein formales und ein eher informelles Medienprojekt im Laufe des Semesters auch umzusetzen.
Im Laufe des Semesters wurden mehrere Kleingruppen gebildet, welche unterschiedliche Forschungsfragen, bezogen auf ein konkretes Projekt, entwickeln und diesen nachgehen sollen. Eine Projektgruppe beschäftigt sich mit dem Online-Blog „MyVoice“.

„MyVoice“ möchte Flüchtlingen eine Stimme (Voice) geben. Auf der Internetseite soll Menschen mit Fluchthintergrund und Interessierten, die sich mit dem Thema Flucht beschäftigen wollen, die Möglichkeit gegeben werden, Medienbeiträge zu veröffentlichen. Ziel ist eine gemischte Redaktion aus Geflüchteten und Deutschen aufzubauen, die den Blog organisiert und regelmäßig mit Inhalten füllt. Des Weiteren soll eine Plattform geschaffen werden, an der eine größere Community partizipieren kann und auf der zahlreiche mediale Artefakte gesammelt und veröffentlicht werden können. Zuletzt möchte den LeserInnen ein Perspektivwechsel und eine Bereicherung des öffentlichen Diskurs durch differenzierte Darstellungen und Kommentaren ermöglicht werden.

Ich, Wir und hoffentlich Sie auch, sind gespannt wie sich die Gedanken und (Forschungs-)Fragen der Projektgruppe entwickeln. Sofern es Neuigkeiten gibt werden Sie von mir Hören.

– verfasst von dwallasch –

Liebe Kommiliton*innen, … #doingresearch

… Sie würden einer Studierendengruppe im Seminar sehr helfen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um an einer Online-Umfrage zum forschenden Lernen teilzunehmen.

Zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/s/a46b849

Die Teilnahme an der Umfrage sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Teilnehmende aller Hochschulen sind herzlich willkommen. Schreiben Sie bitte in das letzte offene Textfeld der Befragung, sofern Sie nicht an der Universität zu Köln studieren.

Vielen Dank!

Wie geht es weiter mit Kontext 2? #doingresearch

Doing Research! Da liegt es fast auf der Hand, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Wie wird forschendes Lernen in den USA verstanden? Was sind dortige Konzepte forschenden Lernens? Welcher Forschungsbegriff liegt den Konzepten zugrunde? Gerade letztere Frage scheint mir wichtig zu diskutieren, wenn forschendes Lernen im Vergleich zwischen Deutschland und USA betrachtet wird. Research im Englischen meint nämlich zunächst einmal eine Suchbewegung, ein „nosing around“. Der Begriff der Forschung wird in Deutschland oft anders verstanden, nicht zuletzt im Zuge der Etablierung der Massenuniversität.

Drei Lesetipps zum forschenden Lernen:
1. Huber, L. (2014). Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, Forschendes Lernen: Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. Das Hochschulwesen. 1+2, 32-39.
2. Huber, L. (2009). Warum Forschendes Lernen nötig und möglich ist. L. Huber, J. Hellmer & F. Schneider (Hrsg.), Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen (S. 9-36). Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
3. Jenkins, A. Healey, M. & Zetter, R. (2007). Linking teaching and research in disciplines and departments. The Higher Education Academy: York.

 

Erschienen: KMK-Strategie-Papier „Bildung in der digitalen Welt“

Just in dieser Woche ist ein interessantes Strategie-Papier der KMK (=Kultusministerkonferenz) zu „Bildung in der digitalen Welt“ erschienen. Es thematisiert viele (sicherlich nicht alle) Herausforderungen des Umgangs mit Medien unter mediatisierten Bedingungen. Der Blick ins Papier lohnt sich – nicht zuletzt, weil solche Artefakte bildungspolitisch Einfluss darauf nehmen, wie heute oder später in formalen Bildungseinrichtungen gelernt wird.

Näheres (PDF)