Kooperationen im Raum Köln #myvoice

Die Gruppe hat sich dazu entschieden der Forschungsfrage nachzugehen, wie Kooperation zwischen „My Voice“ und Partnern im Raum Köln ablaufen und dazu beitragen kann, den Bekanntheitsgrad der Seite zu erweitern.

Um nah am Projekt und den reellen Möglichkeiten zu arbeiten, wurde zunächst Anna Heudorfer, als eine der Personen, die das Projekt „My Voice“ ins Leben gerufen haben, kontaktiert und das Vorhaben inklusive der Forschungsfrage beschrieben und erklärt. Es soll herausgearbeitet werden, wie die Kooperation zwischen „My Voice“ und Partnern im Raum Köln aufgebaut werden und dazu beitragen kann, den Umgang für alle Beteiligten zu erleichtern und dadurch gleichzeitig mehr Menschen zu ermuntern, die Seite zu nutzen. Nutzen meint hier sowohl die persönlichen Erfahrungen mit anderen zu teilen, als auch diese Erfahrungen zu lesen und sich über die Schicksale seiner Mitmenschen zu informieren, denn das, was anderen Menschen auf dieser Welt wiederfährt, geht uns alle etwas an und betrifft nicht nur die, die zur falschen Zeit am falschen Ort leben.

Die Antwort von Anna kam in sehr ausführlicher Form und beinhaltete weitere Themenvorschläge für die Gruppenarbeit. Leider waren diese sehr umfangreich und es wurde beschlossen, dass in der sehr kurzen zur Verfügung stehenden Zeit eine Bearbeitung der Ideen nicht möglich ist und stattdessen bei dem Thema „Kooperation“ zu bleiben.

– verfasst von tkowala –

Online-Journal für Studierende? Einblick in #doingresearch

Im Rahmen des Seminars „Medien im formalen und informellen Kontext“ bei Frau Hofhues befassen wir uns in Kleingruppen mit verschieden Projekten. Die Projekt-Gruppe „Doing Research“ arbeitet an einem Projekt mit Fokus auf den formalen Kontext, wo sie bestenfalls ein Online-Journal ins Leben rufen.

Sie haben sich die Frage gestellt, wie „Doing Research“ aussehen muss, um als wissenschaftliche Quelle verwendbar zu sein? Es ist ihnen wichtig herauszufinden, wann Quellen als zuverlässig anzusehen sind und was sie zuverlässig macht. Aber auch die Frage, ob StudentInnen überhaupt Quellen verwenden wollen, die vom anderen StudentInnen verfasst wurden und falls ja, alle Arbeiten oder nur Bachelor- und Masterarbeiten von Interesse sein werden?
Begonnen hat die Gruppe ihr Projekt mit Recherchen. Sie haben sich in Studien eingelesen und sind im Laufe ihrer Recherchearbeit auf ein Projekt der Uni Oldenburg gestoßen. „forsch!“ ist ein Online-Journal, wo Studierende ihre Forschungsergebnisse mit StudentInnen teilen können. Die Gruppe „Doing research“ hat daraufhin beschlossen, mit den zuständigen des Online-Journals Kontakt aufzunehmen.

Nun stellt sich die Frage, ob ein solches Online-Journal auch für Studierende der Universität zu Köln von Interesse ist. Dazu hat die Gruppe Fragen gesammelt und einen Fragebogen erstellt, wodurch sowohl das allgemeine Interesse der Studierenden abgefragt werden soll, aber auch die Qualität des Online-Journals gesichert werden! Unter dem folgenden Link könnt ihr den Fragebogen einsehen und am Journal mitwirken, indem ihr euch kurz Zeit nehmt und die Fragen beantwortet: https://www.umfrageonline.com/s/a46b849

– verfasst von sseel –

Liebe Kommiliton*innen, … #doingresearch

… Sie würden einer Studierendengruppe im Seminar sehr helfen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um an einer Online-Umfrage zum forschenden Lernen teilzunehmen.

Zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/s/a46b849

Die Teilnahme an der Umfrage sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Teilnehmende aller Hochschulen sind herzlich willkommen. Schreiben Sie bitte in das letzte offene Textfeld der Befragung, sofern Sie nicht an der Universität zu Köln studieren.

Vielen Dank!

Wie geht es weiter mit Kontext 2? #doingresearch

Doing Research! Da liegt es fast auf der Hand, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Wie wird forschendes Lernen in den USA verstanden? Was sind dortige Konzepte forschenden Lernens? Welcher Forschungsbegriff liegt den Konzepten zugrunde? Gerade letztere Frage scheint mir wichtig zu diskutieren, wenn forschendes Lernen im Vergleich zwischen Deutschland und USA betrachtet wird. Research im Englischen meint nämlich zunächst einmal eine Suchbewegung, ein „nosing around“. Der Begriff der Forschung wird in Deutschland oft anders verstanden, nicht zuletzt im Zuge der Etablierung der Massenuniversität.

Drei Lesetipps zum forschenden Lernen:
1. Huber, L. (2014). Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, Forschendes Lernen: Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. Das Hochschulwesen. 1+2, 32-39.
2. Huber, L. (2009). Warum Forschendes Lernen nötig und möglich ist. L. Huber, J. Hellmer & F. Schneider (Hrsg.), Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen (S. 9-36). Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
3. Jenkins, A. Healey, M. & Zetter, R. (2007). Linking teaching and research in disciplines and departments. The Higher Education Academy: York.

 

Erschienen: KMK-Strategie-Papier „Bildung in der digitalen Welt“

Just in dieser Woche ist ein interessantes Strategie-Papier der KMK (=Kultusministerkonferenz) zu „Bildung in der digitalen Welt“ erschienen. Es thematisiert viele (sicherlich nicht alle) Herausforderungen des Umgangs mit Medien unter mediatisierten Bedingungen. Der Blick ins Papier lohnt sich – nicht zuletzt, weil solche Artefakte bildungspolitisch Einfluss darauf nehmen, wie heute oder später in formalen Bildungseinrichtungen gelernt wird.

Näheres (PDF)

Voting: Worüber forschen Sie?

Dass die Seminarsitzung am 24.5.2016 für die Studierenden zentral sein würde, habe ich gleich zu Beginn des Semesters erläutert. Nach einer sukzessiven Annäherung an die Kontexte sowie die dazugehörige Aneignung von Theorie-Feldern waren sie nun aufgefordert, sich ihren eigenen (Forschungs-)Fragen mit Bezug zu den Kontexten zu widmen. Herausgekommen sind allerhand (Forschungs-)Fragen, auch einige Feststellungen, die in insgesamt vier Fotoprotokollen für die Studierenden festgehalten wurden (siehe ILIAS). Am Ende des Seminars kam es dann zum Voting: Mithilfe von analogen 😉 Klebezetteln durften die Studierenden darüber abstimmen, an welchen (Forschungs-)Fragen sie weiter arbeiten möchten.

Zugegeben, das Ergebnis hat mich nicht ganz überrascht: Ca. 3/4 der Seminarteilnehmenden möchte sich näher mit dem informellen Kontext rund um My Voice auseinandersetzen; ca. 1/4 der Teilnehmenden widmet sich doing research! und damit dem formalen Bildungskontext Universität/Hochschule – ihrem Kontext.

Das Seminar selbst nimmt jetzt an Fahrt auf: Nach einem nochmaligen Input in der kommenden Woche werden die Studierenden ihren eigenen Fragen nachgehen und konkrete Antworten darauf in den verbleibenden Wochen des Semesters (er-)forschen.

Gallery Walk zwischen Mediennutzung, Medienkompetenz und Medienbildung

Wie gelingt es, die vielen Themen, die mit den beiden Kontexten – doing research! und My Voice – zusammenhängen, theoretisch auf die Schnelle zu erfassen und ansatzweise breit zu diskutieren?

Aus meiner Sicht ist die Antwort einfach: Nicht jede*r Student*in kann alle Themen theoretisch selbst erarbeiten, wenn das Seminar auch einen gestaltenden Anspruch verfolgt. Entsprechend gilt es exemplarisch vorzugehen und ein partizipatives Format zu finden, innerhalb dessen sich die Studierenden wechselseitig über bestimmte Themen und Fragestellungen informieren können. Dieses Format habe ich – wie auf wissenschaftlichen Tagungen auch – als Gallery Walk bezeichnet.

Im Fokus der damit verbundenen ‚Spotlights‘ standen dann insgesamt vier Themenbereiche, 1) Mediennutzungsstudien, 2) Modelle zur Medienkompetenz(-entwicklung), 3) Lernformen und 4) Spezifika der Kontexte (Aktive Medienarbeit, forschendes Lernen). Alle Themen wurden aus zwei Perspektiven beleuchtet – aus der Sicht formaler Bildung/formalen Lernens sowie aus der Sicht informeller Bildung/informellen Lernens.

Der Gallery Walk war daher sehr bereichernd, wenn auch angesichts des schwülen Wetters in einem Seminarraum ohne Fenster recht anstrengend. Trotz allem gehen die Studierenden gut vorbereitet in die nächste Sitzung, in der sie ihre Forschungsfragen definieren und letztlich Gruppen finden.

Kontext 1: My Voice, Hamburg

Auszug aus der Problemskizze für die Studierenden:

„Kern des myvoice-project ist ein Blog, auf dem Menschen mit Fluchthintergrund und Interessierte, die sich mit dem Thema Flucht beschäftigen (wollen), Medienbeiträge veröffentlichen. Das Projekt entstand im Sommer 2015 in Hamburg als Reaktion auf die Medienberichterstattung zu den Themen Asyl, Migration und der sogenannten Flüchtlingswelle. Ziel war es, ein Gegengewicht zu eurozentrisch geprägten und häufig einseitigen Darstellungen der Massenmedien zu schaffen und den geflüchteten Menschen eine Plattform zu bieten, um ihre Perspektive in den Diskurs einzubringen. Im Mittelpunkt stand von Beginn an aber auch das gemeinsame Arbeiten an der Website, um die gedanklichen Kategorien „wir“ und „die anderen“ aufzulösen. Die aktive Medienarbeit soll sowohl bei den deutschen Teilnehmenden und Leser*innen als auch bei den Migrant*innen zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation, zur Reflektion der eigenen Rolle und letztlich zu einer differenzierten Positionierung zu aktuellen Fragestellungen führen. […]

Trotz großem Engagement aller Beteiligten stehen wir vor einigen Herausforderungen:

  1. Häufig entstehen gute Ideen, doch es fehlt an personellen Ressourcen, um diese umzusetzen. Fast alle Projektteilnehmenden sind berufstätig, so dass die Zeit für das Projekt begrenzt ist.
  2. Das Bedürfnis zur Meinungsäußerung und das Interesse an Medienarbeit sind unter geflüchteten Menschen nicht so groß wie zunächst erwartet. Auch Bildungsbiografien könnten dabei eine Rolle spielen.
  3. Die Medienarbeit mit geflüchteten Menschen erfordert hohe Sensibilität und Vertrauensbildung, da häufig Hemmungen bestehen, sich kritisch zu äußern. Viele Zuwanderer kommen aus repressiven Systemen mit eingeschränkter Pressefreiheit, in denen teilweise noch Familienmitglieder leben.
  4. Barrieren organisatorischer und sprachlicher Art sind zu überwinden (bspw. der Zugang zu Flüchtlingsunterkünften, die Übersetzung von Blog-Beiträgen oder selbst die Erläuterung unserer Projektziele). […]

Offene Fragen sind:

  • Wie ist das Medienverhalten geflüchteter Menschen einzuschätzen? –
  • Können wir eine breite Masse an Teilnehmenden erreichen oder eher eine spitze Zielgruppe, die sich ohnehin für Medienproduktion interessiert und/oder journalistisch tätig ist?
  • Ähnliches gilt für den Leserkreis: Wen können wir mit unseren Beiträgen erreichen und wie können wir in der öffentlichen Debatte Aufmerksamkeit erregen?
  • Besteht die Chance, dass sich der Blog zu einem „Crowd-Projekt“ entwickelt, an dem sich eine große Anzahl an Usern mit Beiträgen beteiligt?
  • Wie kann die Organisation und Koordination eines solchen Freiwilligenprojekts verbessert werden?
  • Müssen wir angesichts der o.g. Herausforderungen unsere Ziele anpassen und den Zweck des Projekts überdenken?“(Die vollständige Problemskizze kann im Bedarfsfall bei der Projektpartnerin oder der Dozentin angefordert werden.)

Kontext 2: doing research!

Auszug aus der Problemskizze für die Studierenden:

„Durch forschendes Lernen haben Studierende die Gelegenheit, so die verbreitete Annahme, das Studium zu ihrem Studium (im ursprünglichen Sinne) zu machen und trotz Bologna und Massenstudium individuelle Anteile im Studium zu suchen/zu finden.

Zwischen Anspruch von Hochschullehrenden und Studierwirklichkeit klafft aber mitunter eine Lücke – aus unterschiedlichen Gründen:

  1. ist die Umsetzung forschenden Lernens Sache der Lehrenden (Freiheit von Forschung und Lehre),
  2. wird forschendes Lernen teils von den Studierenden selbst abgelehnt (individuelle und qualifikatorische Studienziele),
  3. wird forschendes Lernen unmittelbar von begünstigenden oder hemmenden Kontext- und Rahmenbedingungen beeinflusst (z.B. Studienprogramme, co-bzw. extra-curriculare Angebote zur Kompetenzentwicklung, Serviceeinrichtungen für Studierende, digitale Infrastrukturen).Mit dem Projekt „doing research!“ soll die skizzierte Lücke geschlossen werden: So zielt es auf ein Spektrum an Umsetzungsmöglichkeiten für forschendes Lernen an der Universität zu Köln ab. Exemplarisch genannt werden kann die Vorlesung „Einführung in die Mediendidaktik“, die als forschungsorientierte Vorlesung umgesetzt wurde und im Wintersemester 2016/17 als forschungsorientierter „Flipped Classroom“ (spezielles Blended Learning-Format) gestaltet werden soll. […]Das Herzstück bildet die fach-, disziplinen-/hochschulübergreifende Initiative zum studentischen Publizieren: Wie im Augsburger Projekt „w.e.b.Square“ oder bei der Zeitschrift „Der Wilhelm“ erprobt, soll auch in Köln ein „Undergraduate Research Journal“ entstehen. Darunter versteht man Zeitschriften, die Einblick in studentische Forschungsarbeiten geben und studentisches Publizieren früh, d.h. möglichst während des Bachelorstudiums, anregen. Aufgrund der Erfahrungen wird erwartet, dass die Implementierung in Köln möglich ist (durch kooperatives Agieren im Hochschulverbund), aber längere Zeit zur Durchdringung/Diffusion in die Studierwirklichkeit sowie die Praxis der Lehrenden benötigen wird. Entsprechend gilt es kommunikative Formate zu entwickeln, die die Einführung der Zeitschrift begleiten, das Gelingen des Unterfangens verdeutlichen und Handlungsempfehlungen für studentisches Publizieren möglich machen. Dazu könnten auch redaktionelle Erfahrungen aus (eher) wissenschaftsjournalistischen Formaten genutzt werden.

    Alle genannten (Teil-)Projekte aus „doing research!“ verdeutlichen letztlich, dass forschendes Lernen aus Studierendensicht keineswegs den ‚Königsweg’ ihres akademischen Studiums darstellt. Das eigene Studium wird straff organisiert und u.a. davon beeinflusst, welche Veranstaltung bei wem mit wie viel Aufwand besucht werden kann etc. Es steht daher die These im Raum, dass gerade die Freiheitsgrade beim forschenden Lernen Studierende vor Herausforderungen in der Studiengestaltung stellen, der sie sich nicht stellen können oder wollen. Letzteres ist auch (aber nicht ausschließlich) vor dem Hintergrund des Werdegangs und künftiger Berufe zu sehen.“

(Die vollständige Problemskizze kann im Bedarfsfall bei der Dozentin angefordert werden.)

#fluter zum Thema Integration #Lesetipp

Die aktuelle Ausgabe des fluter (Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung) widmet sich dem Thema Integration. Die Ausgabe könnte speziell für den im Seminar zugrunde gelegten, informellen Kontext lesenswert und hilfreich sein. Mehr unter: http://www.fluter.de/de/154/thema/