Inwiefern beeinflusst die öffentliche Zugänglichkeit von Arbeiten das Unterrichtskonzept von Lehrenden? Ein Einblick in #doingresearch

Im Rahmen des Seminars „Medien in formalen und informellen Kontexten“ bei Frau Prof. Hofhues befasst sich unsere Kleingruppe mit einem Forschungsprojekt, das sich primär auf formale Kontexte konzentriert und sich mit dem Thema der Zugänglichkeit von studentischen Arbeiten an Universitäten beschäftigt. Da ein derartiges System in Deutschland bisher nicht etabliert wurde, befassen wir uns auch mit den Vorraussetzungen für eine möglichen Umsetzung.

Verfasste Arbeiten von Studierenden werden (oftmals) nicht zugänglich gemacht, da diese das Unterrichtskonzept der Lehrenden beeinflussen könnten. Konservative Lehrende hätten nicht mehr die Möglichkeit Forschungsergebnisse für sich zu beanspruchen und eventuell auch an diesen mitzuwirken. Auch das Unterrichtskonzept müsste umstrukturiert werden, da nicht von Semester auf Semester dasselbe unterrichtet werden könnte. Dies würde somit auch einen höheren Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten. Da Studierende jedoch von diesem Projekt profitieren könnten, stellt sich die Frage, wie ein derartiges System trotzdem in Deutschland zu etablieren wäre und wie bisherige Gegner dieses Vorhabens vom Gegenteil überzeugt werden könnten.

Welche Ziele verfolgt das Projekt? Vorgehensweise um nötige Informationen aus anderen Ländern, die dieses System bereits nutzen, zu bekommen:

  • Formulierung der Interviewfragen/Kontaktsuche/Literaturrecherche
  • Führen von Interviews mit Lehrenden und die Auswertung bzw. Verschriftlichung dieser
  • Aktives Forschen und Verschriftlichung von Ergebnissen
  • Letzte Überarbeitung

Welche Risiken bestehen?

  1. Mangel an Kontakten
  2. Mangelnde Qualität der Antworten
  3. Die Umsetzbarkeit, da nicht übertragbar (amerik. System und das Deutsche)

Welche Arbeitsschritte wurden bereits umgesetzt?
In den letzten zwei Wochen wurden E-mails an verschiedene Universitäten in den USA versandt und jetzt gilt es nur noch auf eine Antwort zu warten und diese dann in unsere Forschung miteinzubeziehen.

– verfasst von mmildner –

Liebe Kommiliton*innen, … #doingresearch

… Sie würden einer Studierendengruppe im Seminar sehr helfen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um an einer Online-Umfrage zum forschenden Lernen teilzunehmen.

Zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/s/a46b849

Die Teilnahme an der Umfrage sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Teilnehmende aller Hochschulen sind herzlich willkommen. Schreiben Sie bitte in das letzte offene Textfeld der Befragung, sofern Sie nicht an der Universität zu Köln studieren.

Vielen Dank!

Wie geht es weiter mit Kontext 2? #doingresearch

Doing Research! Da liegt es fast auf der Hand, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Wie wird forschendes Lernen in den USA verstanden? Was sind dortige Konzepte forschenden Lernens? Welcher Forschungsbegriff liegt den Konzepten zugrunde? Gerade letztere Frage scheint mir wichtig zu diskutieren, wenn forschendes Lernen im Vergleich zwischen Deutschland und USA betrachtet wird. Research im Englischen meint nämlich zunächst einmal eine Suchbewegung, ein „nosing around“. Der Begriff der Forschung wird in Deutschland oft anders verstanden, nicht zuletzt im Zuge der Etablierung der Massenuniversität.

Drei Lesetipps zum forschenden Lernen:
1. Huber, L. (2014). Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, Forschendes Lernen: Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. Das Hochschulwesen. 1+2, 32-39.
2. Huber, L. (2009). Warum Forschendes Lernen nötig und möglich ist. L. Huber, J. Hellmer & F. Schneider (Hrsg.), Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen (S. 9-36). Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
3. Jenkins, A. Healey, M. & Zetter, R. (2007). Linking teaching and research in disciplines and departments. The Higher Education Academy: York.

 

Voting: Worüber forschen Sie?

Dass die Seminarsitzung am 24.5.2016 für die Studierenden zentral sein würde, habe ich gleich zu Beginn des Semesters erläutert. Nach einer sukzessiven Annäherung an die Kontexte sowie die dazugehörige Aneignung von Theorie-Feldern waren sie nun aufgefordert, sich ihren eigenen (Forschungs-)Fragen mit Bezug zu den Kontexten zu widmen. Herausgekommen sind allerhand (Forschungs-)Fragen, auch einige Feststellungen, die in insgesamt vier Fotoprotokollen für die Studierenden festgehalten wurden (siehe ILIAS). Am Ende des Seminars kam es dann zum Voting: Mithilfe von analogen 😉 Klebezetteln durften die Studierenden darüber abstimmen, an welchen (Forschungs-)Fragen sie weiter arbeiten möchten.

Zugegeben, das Ergebnis hat mich nicht ganz überrascht: Ca. 3/4 der Seminarteilnehmenden möchte sich näher mit dem informellen Kontext rund um My Voice auseinandersetzen; ca. 1/4 der Teilnehmenden widmet sich doing research! und damit dem formalen Bildungskontext Universität/Hochschule – ihrem Kontext.

Das Seminar selbst nimmt jetzt an Fahrt auf: Nach einem nochmaligen Input in der kommenden Woche werden die Studierenden ihren eigenen Fragen nachgehen und konkrete Antworten darauf in den verbleibenden Wochen des Semesters (er-)forschen.