Gallery Walk zwischen Mediennutzung, Medienkompetenz und Medienbildung

Wie gelingt es, die vielen Themen, die mit den beiden Kontexten – doing research! und My Voice – zusammenhängen, theoretisch auf die Schnelle zu erfassen und ansatzweise breit zu diskutieren?

Aus meiner Sicht ist die Antwort einfach: Nicht jede*r Student*in kann alle Themen theoretisch selbst erarbeiten, wenn das Seminar auch einen gestaltenden Anspruch verfolgt. Entsprechend gilt es exemplarisch vorzugehen und ein partizipatives Format zu finden, innerhalb dessen sich die Studierenden wechselseitig über bestimmte Themen und Fragestellungen informieren können. Dieses Format habe ich – wie auf wissenschaftlichen Tagungen auch – als Gallery Walk bezeichnet.

Im Fokus der damit verbundenen ‚Spotlights‘ standen dann insgesamt vier Themenbereiche, 1) Mediennutzungsstudien, 2) Modelle zur Medienkompetenz(-entwicklung), 3) Lernformen und 4) Spezifika der Kontexte (Aktive Medienarbeit, forschendes Lernen). Alle Themen wurden aus zwei Perspektiven beleuchtet – aus der Sicht formaler Bildung/formalen Lernens sowie aus der Sicht informeller Bildung/informellen Lernens.

Der Gallery Walk war daher sehr bereichernd, wenn auch angesichts des schwülen Wetters in einem Seminarraum ohne Fenster recht anstrengend. Trotz allem gehen die Studierenden gut vorbereitet in die nächste Sitzung, in der sie ihre Forschungsfragen definieren und letztlich Gruppen finden.