Medien und die Renaissance des Prints #myvoice

In einem Skype-Gespräch mit Frau Dr. Hofhues wurde Durchblick und Planbarkeit für die weitere Arbeitsweise geschaffen. In den letzten Tagen bzw. Wochen hat sich dadurch die Forschung der Forschungsgruppe „myvoiceproject- Medienkompetenzen“ weiterentwickelt und die Ergebnisse sind nun zentriert ausgerichtet.Durch das weitere Vorgehen hat sich die Forschungsfrage nun dahingehend der Möglichkeit bedient, sozusagen das Verhältnis von Soll- und Ist-Zustand zu beleuchten und gegenüberzustellen. Damit können nun eindeutigere Verbesserungsvorschläge zum Thema Mediennutzung gemacht werden.

Um zum Kern der Ergebnisse zu kommen, leiten die Teilnehmer*innen nach einer wertschätzenden kurzen Einführung über „myvoice-project“ zur Forschungsfrage über, was mit Medien grundsätzlich möglich sei und welche Medienkompetenzförderungen „myvoice-project“ jetzt schon bietet.Um zu wissen, was Medienkompetenz überhaupt ist, stützen sich die Forscher*innen auf das Modell Baackes, einem der leitenden Medienwissenschaftler. Dieses Modell der Medienkompetenz wird aufgrund seiner Bedeutsamkeit in der aktuellen Medienpädagogik genauer vorgestellt und anhand der Leitmotive das Forschungsprojekt reflektiv analytisch ausgerichtet. Der erste Aspekt Mediennutzung führt dazu, die technischen Voraussetzungen und Kooperationen mit Institutionen zu untersuchen. Die Gruppe merkt an, dass der Austausch fehlt und z.B. keine Kommentarfunktion eingerichtet ist. Ein Verbesserungvorschlag wäre, Chats einzufügen, um eine aktivere Teilnahme anzuregen. Mediengestaltung, Medienkunde und Medienkritik werden in den nächsten Schritten erläutert und verglichen. Ein weiterer interessanter Aspekt ist dabei die Medienkritik. Medien scheinen grundsätzlich allgegenwärtig. Menschen erhalten beim „myvoice-project“ die Möglichkeit, sich mitzuteilen, vor allem im Bereich des Austausches von und für Flüchtlinge. Ein Aspekt, der Medienkompetenz erkennbar fördert. Um dies noch zu unterstützen, werden Workshops und Kooperationen mit Universitäten vorgeschlagen.

Ein zu untersuchender Gegenstand ist die Diskussion, ob Printmedien für den Austausch und Kontakt für die Zielgruppe „Flüchtlinge“ geeigneter sind als digitale Medien. Frau Dr. Hofhues bezeichnete diese These als die „Renaissance des Prints“. Die dahinterstehende Behauptung ist, dass das Projekt „myvoice-project“ aufgrund seiner Aktualität und seiner Wichtigkeit in jedem Falle funktionieren könne, aber dass Printmedien die Erreichbarkeit für bis jetzt viele „Unerreichbare“ steigern könnten. Der allgemeine Konsens der Gesellschaft geht wahrscheinlich davon aus, dass Printmedien sterben werden, was die Forscher*innen der Gruppe nicht teilen. Zusätzlich könnten sich durch die Bereicherung von Printmedien diese Aspekte dann bald exemplarisch genauer untersuchen lassen. Obwohl Medien allgegenwärtig scheinen, sehen die Forscher*innen für viele Neuankömmlinge aufgrund von Beschaffungsmöglichkeiten Grenzen des digitalen Einsatzes. Des weiteren sind Zugangschwierigkeiten durch Sprache und Bedingungen gegeben. Die Teilnehmer*innen schlagen vor, neben der digitalen Welt auf Printmedein zu erweitern. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind einfach nutzbar. Der Nachteil wäre, dass die weltweite Verbreitung fast unmöglich sei.Über das Fazit der Zusammenarbeit spricht sich die Gruppe positiv aus. Mit Hilfe der „digitalen Medien“ war die Kommunikation sehr unkompliziert, hausptsächlich über Email-Verkehr und Whatsapp-Chats. Bewältigte kleine Hürden in der jüngsten Vergangeheit waren die unterschiedlichen Vorstellungen der Darstellungen, die Kooperationen und Absprachen, wie sie in jeder Teamarbeit vorkommen. In Bezug zu den Wechselwirkungen mit anderen Gruppen, hat sich herausgestellt, dass die Zweite „myvoice-poject“ Gruppe des Kurses, quasi an dem Punkt weiterdenkt, an welchem diese Gruppe endet. Hier liegt der Fokus auf der Kooperation mit Printmedien, während die Kommilitonen andere Kooperationen mit mehreren Medienmöglichkeiten in Betracht ziehen.

Aktuell gibt es nur noch folgendes zu sagen: Der Inhalt steht, die Strukturierung und die Powerpointfolien werden momentan überarbeitet, ebenso wie die Metakommunikation zwischen den einzelnen Folien. Beim Präsentieren wird geübt, schneller auf den Punkt zu kommen. Und der Vorsatz ist gefasst, nächsten Dienstag mit Selbstbewusstsein vorzutragen. Viel Glück und Erfolg am Dienstag!

– verfasst von csteffan –

Fördert das Projekt „My Voice“ Medienkompetenzen?

Die Gruppe „„myvoice-project-Medienkompetenzen“ untersucht grundsätzlich die Frage, ob das „myvoice-project“ Medienkompetenz fördert. Die Forscher*innen dieser Gruppe haben durch ihre bisherigen Ergebnisse das Projekt nun in zwei Bereiche aufteilen können: Erstens, ob und in welcher Form das Projekt die Medienkompetenzen fördert und zweitens, wie man diese Möglichkeiten zusätzlich unterstützen und erweitern kann.

Die bisherigen Forschungen sahen u.a. vor, Kontakt zu Anna Heudorfer zu suchen und die bestehenden Angebote zur Medienkompetenzförderung zu erfahren. Das letzte Teilergebnis war eine Email von Anna Heudorfer mit der Antwort, dass das Projekt durchaus die Medienkometenzen fördere, allerdings noch nicht ausgereift sei und z.B. Fehler in der Organisation zum Scheitern geführt hätten.

Die aktuelle Beschäftigung der Teilnehmer*innen der Forschungsgruppe sieht nun weiterhin vor, Kontakt zu dem bestehenden Projekt zu suchen und Kooperationen in Gang zu setzen.Die Studierenden sind sich einig, dass die Medienkompetenzen gefördert werden können, wenn das Angebot und die Nachfrage, angepasst an die Größe des Projektes, stimmen. Dafür stehen einige zu klärende Fragen auf dem Programm, z.B. die Zugänglichkeit der Plattform, die Budgetfrage etc. Des weiteren ist ein Brainstorming für eine breitere Palette an Ideen vorgesehen, um die Angebote und die Zugänglichkeit auf der Plattform zu verbessern.Insbesondere nach der letzten Präsenzsitzung sollen nun die vorhandenen Medienkompetenzen der Flüchtlinge sowie die grundsätzliche Bedeutung der Medienkompetenzen untersucht werden. Dafür ist entscheidend, die Lerngewohnheiten und Vorgehensweisen in anderen Ländern und Schulsystemen zu beleuchten.

Die Zusammenarbeit der Gruppe sieht vor, dass Teilaufgaben vergeben wurden und werden, nach denen z.B. die Kommunikation mit Anna Heudörfer oder das Heraussuchen der Definitionen nach Baacke. Die Medienkompetenzförderungen sollen nach Baackes vier Teilaspekten Mediennutzung, Medienkunde, Medienkritik und Mediengestaltung ausgerichtet werden.

Hilfe und Unterstüzung ist bisweilen nur von Anna Heudorfer zum Tragen gekommen bzw. durch Frau Dr. Hofhues und das zurückliegende Seminar, welche Tipps und Ideen in den Raum mit einbrachte.

– verfasst von csteffan –

Kontext 1: My Voice, Hamburg

Auszug aus der Problemskizze für die Studierenden:

„Kern des myvoice-project ist ein Blog, auf dem Menschen mit Fluchthintergrund und Interessierte, die sich mit dem Thema Flucht beschäftigen (wollen), Medienbeiträge veröffentlichen. Das Projekt entstand im Sommer 2015 in Hamburg als Reaktion auf die Medienberichterstattung zu den Themen Asyl, Migration und der sogenannten Flüchtlingswelle. Ziel war es, ein Gegengewicht zu eurozentrisch geprägten und häufig einseitigen Darstellungen der Massenmedien zu schaffen und den geflüchteten Menschen eine Plattform zu bieten, um ihre Perspektive in den Diskurs einzubringen. Im Mittelpunkt stand von Beginn an aber auch das gemeinsame Arbeiten an der Website, um die gedanklichen Kategorien „wir“ und „die anderen“ aufzulösen. Die aktive Medienarbeit soll sowohl bei den deutschen Teilnehmenden und Leser*innen als auch bei den Migrant*innen zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation, zur Reflektion der eigenen Rolle und letztlich zu einer differenzierten Positionierung zu aktuellen Fragestellungen führen. […]

Trotz großem Engagement aller Beteiligten stehen wir vor einigen Herausforderungen:

  1. Häufig entstehen gute Ideen, doch es fehlt an personellen Ressourcen, um diese umzusetzen. Fast alle Projektteilnehmenden sind berufstätig, so dass die Zeit für das Projekt begrenzt ist.
  2. Das Bedürfnis zur Meinungsäußerung und das Interesse an Medienarbeit sind unter geflüchteten Menschen nicht so groß wie zunächst erwartet. Auch Bildungsbiografien könnten dabei eine Rolle spielen.
  3. Die Medienarbeit mit geflüchteten Menschen erfordert hohe Sensibilität und Vertrauensbildung, da häufig Hemmungen bestehen, sich kritisch zu äußern. Viele Zuwanderer kommen aus repressiven Systemen mit eingeschränkter Pressefreiheit, in denen teilweise noch Familienmitglieder leben.
  4. Barrieren organisatorischer und sprachlicher Art sind zu überwinden (bspw. der Zugang zu Flüchtlingsunterkünften, die Übersetzung von Blog-Beiträgen oder selbst die Erläuterung unserer Projektziele). […]

Offene Fragen sind:

  • Wie ist das Medienverhalten geflüchteter Menschen einzuschätzen? –
  • Können wir eine breite Masse an Teilnehmenden erreichen oder eher eine spitze Zielgruppe, die sich ohnehin für Medienproduktion interessiert und/oder journalistisch tätig ist?
  • Ähnliches gilt für den Leserkreis: Wen können wir mit unseren Beiträgen erreichen und wie können wir in der öffentlichen Debatte Aufmerksamkeit erregen?
  • Besteht die Chance, dass sich der Blog zu einem „Crowd-Projekt“ entwickelt, an dem sich eine große Anzahl an Usern mit Beiträgen beteiligt?
  • Wie kann die Organisation und Koordination eines solchen Freiwilligenprojekts verbessert werden?
  • Müssen wir angesichts der o.g. Herausforderungen unsere Ziele anpassen und den Zweck des Projekts überdenken?“(Die vollständige Problemskizze kann im Bedarfsfall bei der Projektpartnerin oder der Dozentin angefordert werden.)