Randdiskussion oder neuer Gegenstand? Urheberrecht als Professionswissen der Mediendidaktik

Man könnte es eine Randdiskussion nennen, die in der Mediendidaktik schon immer geführt wurde, jetzt aber besonders aktuell ist und zu einer Art Professionswissen wird: das (geltende) Urheberrecht.

So diskutieren aktuell Hochschulen mit ihren zentralen Akteur*innen, die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie die VG Wort über Abgaben, die aufgrund der umfangreichen digitalen Bereitstellung von Materialien in Lernmanagement (LMS) fällig werden. Aktuell sieht es so aus, dass digitale Inhalte in den LMS bzw. in einzelnen Kursen gelöscht oder nur noch verlinkt werden. Mindestens für eine Übergangszeit ist mit Einschränkungen des „digitalen Betriebs“ zu rechnen, der sich in LMS praktisch eingespielt hatte. Die Handlungspraktiken von Hochschullehrenden und Studierenden entsprachen dabei nicht unbedingt dem geltenden Recht, was die aktuelle Diskussion umso komplexer macht. Details dazu habe ich u.a. auf meinem persönlichen Blog zusammengefasst.

Medien, Didaktik, Lernen: Erster Inhaltsblock abgeschlossen

Aufgrund der umfassenden Restrukturierung der Vorlesung schließen alle Studierenden in diesen Tagen den ersten Inhaltsblock (Grundlagen Medien, Didaktik, Lernen) in der Vorlesung ab. Zwei der drei Vorlesungen stehen den Studierenden als hochwertige Aufzeichnungen zur Verfügung, u.a. wegen des besseren Tons ggü. herkömmlichen Vorlesungsaufzeichnungen.*

Parallel zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit fachlichen Grundlagen der Mediendidaktik entwickeln Teilnehmende ihre eigenen Forschungsideen. Nach der Recherche von Themen und aktuellen Inhalten in der Tagespresse haben die Studierenden dort schon die nächste Hürde genommen: Die ersten Forschungsfragen stehen und sie werden gegenseitig begutachtet (Peer Review). Die Diskussion in der Präsenzvorlesung nach dem Modell des Inverted Classroom war hierzu vergangenen Dienstag sehr fruchtbar.

*Danke ans Netzwerk Medien für die Unterstützung!