Willkommen #medida16

Willkommen, liebe Studierende, auf den Seiten der Einführungsvorlesung in die Mediendidaktik (#medida16)!

Auf dem Blog können Sie viele Inhalte des zurückliegenden Jahres nachlesen und nachvollziehen. Gleichzeitig werden Sie auf dem Blog immer wieder auf aktuelle Themen, Projekte und Publikationen aufmerksam gemacht, die einen Bezug zur Einführung in die Mediendidaktik 2016/17 aufweisen. Surfen Sie daher einfach ab und an auf dem Vorlesungsblog vorbei. Nutzen Sie zudem die Gelegenheit zum Blick „über den Tellerrand“ der verpflichtenden Themen und Inhalte.

Auf ein spannendes Wintersemester!
Ihre Sandra Hofhues

Finale!

Mit dem Projekt „Forschungspost“ ist Sabrina im Finale des fOERder-Awards (mehr Informationen zur Nominierung?). Die Tutorin wird das Projekt, das seinen Ausgangspunkt in der Vorlesung „Einführung in die Mediendidaktik“ nahm, Anfang März 2016 in Berlin vor einer interessierten Fachöffentlichkeit vertreten. Die Daumen für ein glückliches Abschneiden sind fest gedrückt!

Open Educational Resources Award 2016

Unsere Forschungspost ist nominiert für den #OERAward 2016 der Medienanstalt Berlin Brandenburg und soll als freie Bildungsressource im kommenden Jahr noch weiterentwickelt werden. Neben 12 weiteren Einreichungen geht es für die FoPo jetzt um den Einzug ins Finale via Online-Voting. Insgesamt kommen sieben Projekte weiter und sollen beim OER Fachforum am 1. März in Berlin vorgestellt werden. Wer neugierig ist, wie es mit der FoPo 2016 weitergehen soll, sollte auf alle Fälle einen Blick riskieren 🙂

Ich freue mich über jeden, der fleißig mitabstimmt, unter: foerderaward.oncampuscloud.de

Ausschreibung Forschungspost: Miteinander und voneinander lernen

Zweimal ist die Forschungspost, mit der wir, Sandra Hofhues und ich, Sie/euch durch die forschungsorientierte Vorlesung führen, schon erschienen und die ersten Rückmeldungen dazu haben uns in dem Vorhaben bestärkt, dass wir nun Sie/euch alle dazu einladen möchten, eine eigene Forschungspost bei uns einzureichen (hier gehts zur Ausschreibung).

Gerne möchte ich zum Jahresabschluss noch ein paar Zeilen darüber schreiben, warum ich als Studentin (im Master) so hinter der Idee der Forschungspost und der jetzt veröffentlichten Ausschreibung stehe. Natürlich begegnen wir uns als Kommiliton_innen jeden Tag in den Lehrveranstaltungen und tauschen uns dort über den einen oder anderen Gedanken aus – trotzdem geht im Studium auch sehr viel Zeit dafür drauf, dass wir zuhause oder in der Unibibliothek vor Forschungsberichten, Hausarbeiten und Studienleistungen brüten, Bücher aus dem Regal ziehen und wieder zurückstellen, mögliche Themen durchspielen und wieder verwerfen, Sätze schreiben und wieder löschen. Auf einer Forschungs- und Entdeckungsreise wären das die Wegabschnitte, auf denen wir ganz auf uns alleine gestellt sind. Abschnitte, in denen Unmengen an Lernprozessen ablaufen, die unseren Erfahrungsschatz weiter füllen und uns neue Möglichkeiten und Wege aufzeigen. Ich glaube, dass wir uns als Studierende viel zu selten darüber bewusst werden, was während der Arbeit an Forschungsberichten, Essays oder Projektportfolios eigentlich alles passiert – vor allem in der Rückschau erscheint vieles klarer und deutlicher, als es zum derzeitigen Zeitpunkt gewesen ist. Und dabei offenbaren alle diese Lern- und Erfahrungsprozesse während des eigenständigen Forschens, was es heißt, wirklich wissenschaftlich zu arbeiten – mit allen Höhen und Tiefen, Um- und Irrwegen, Erfolgen und Erkenntnissen.

Aus meiner Perspektive (im fortgeschrittenen Studium) glaube ich, dass die Wissenschaft ihren Reiz, ihre Herausforderungen, Logiken und Praktiken nur Schritt für Schritt offenbart und dass es dabei nicht immer ausreicht, mit erfahrenen Forscher_innen zu sprechen und deren Forschungsergebnisse zu rezipieren. Genauso wie dieser stetige Blick nach vorn – also zu denen, die schon so viel weiter als man selbst gekommen sind – hilft auch mal der Blick nach links und rechts – zu den eigenen Kommiliton_innen, die sich wie man selbst erst langsam an die Wissenschaft herantasten und vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Für diese Form der Sozialisierung gibt es an den Universitäten derzeit m.E. noch zu wenig Raum – Undergraduate Research Journals und studentische Forschungskonferenzen ermöglichen bereits die Sichtbarkeit studentischer Forschungsergebnisse, aber Einblicke in laufende Lern- und Forschungsprozesse existieren noch viel zu selten.

Die Metapher der Forschungsreise und das Medium der Forschungspost helfen dabei, genau dieses Prozesshafte beim forschenden Lernen sichtbar zu machen – zu zeigen, wie sich das anfühlt, wenn zum ersten Mal eine Forschungsfrage formuliert und ausgearbeitet werden muss, wie interessante Themen in konkrete Forschungsprojekte übersetzt werden und wie Schreibblockaden überwunden werden können. Eine Forschungspost, das müssen nicht unbedingt längere Texte sein. Das kann eine kurze Postkarte sein, die sich einem ganz bestimmten Wegabschnitt widmet. Das können ebenso Fotos und Bilder, Zeichnungen und Skizzen sein. Wie bin ich in mein Forschungsvorhaben gestartet, wo bin ich einmal in eine Sackgasse gelaufen oder an welchen Wegkreuzungen bin ich vorbeigekommen? Egal wie kurz oder wie lang ein eingereichter Beitrag am Ende ist, die Hauptsache ist doch, dass er auf eine ganz eigene Art und Weise ein Bild von der jeweiligen Forschungs- und Entdeckungsreise der Verfasserin / des Verfassers zeichnet und damit genau das sichtbar macht, was an Universitäten heute noch zu häufig im stillen Kämmerlein stattfindet – das Lernen jenseits der Lehrveranstaltungen, das eigenständige Forschen und das Weiterdenken über die Vorlesungsinhalte hinaus. Darüber hinaus glaube ich auch, dass man etwas über die Universität als Bildungsinstitution und die Wissenschaft an sich lernt, wenn man lesen und sehen kann, welche Bilder diejenigen zeichnen, die dort gerade ihre ersten Gehversuche machen.

Los geht’s

Herzlich Willkommen auf dem Blog zur Vorlesung „Einführung in die Mediendidaktik“. Ich freue mich sehr, dass ich euch alle als Tutorin für diese Lehrveranstaltung begleiten darf, und möchte mich auf diesem Weg ganz kurz vorstellen. Mein Name ist Sabrina Pensel und ich bin aktuell im ersten Semester meines Masterstudiums in Soziologie an der Universität Bielefeld. Vorher habe ich an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen meinen Bachelor in Kommunikations- und Kulturwissenschaften gemacht. Sehr gerne möchte ich meine eigenen Erfahrungen mit studentischer Forschung nutzen, um euch bei euren ersten Gehversuchen mit dem forschenden Lernen zu unterstützen und die Vorlesung aus (fortgeschrittener) studentischer Perspektive zu beobachten. Ich glaube, dass dieser gemeinsame Austausch über die Veranstaltung dabei helfen kann, nicht nur das Forschen zu lernen, sondern auch etwas über das Lernen durch Forschen zu lernen. Und dies scheint mir insbesondere für diejenigen, die sich auch beruflich mit Lernen und Lehren beschäftigen möchten, mehr als sinnvoll. 🙂

Eine meiner Interviewpartner_innen für meine Bachelorarbeit zum Thema „Lernräume für studentische Forschung: Gestaltung, Wahrnehmung, Nutzung“ erzählte mir damals, dass sich studentisches Forschen so anfühlt, als sei man in einem Raum, der von jeder Position aus anders aussieht. Mal macht man kleine Schritte und die eigene Perspektive verändert sich nur geringfügig, dann aber bewegt man sich ein großes Stück weiter und nimmt den Raum völlig neu wahr. Das können inhaltliche Aha-Momente, aber auch völlig neue Erkenntnisse zu Studium, Lehre und Universität sein. Ich glaube, dass gemeinsames Reflektieren und Gespräche mit Mitmenschen dabei helfen können, dass sich dieser Raum allmählich ausdehnt und man als Student_in besser versteht, was dort geschieht. Mir selbst ist das eigenständige Forschen zum Thema „Zirkuläre Migration in der Bodenseeregion“ in der Studieneingangsphase damals nicht leicht gefallen. Ich wusste nicht, warum die Uni möchte, dass ich zusammen mit neun anderen ein eigenes Projekt durchziehe. Und was Wissenschaft überhaupt ist, wussten meine Komiliton_innen und ich noch viel weniger. Wir haben deswegen nicht selten Fehler gemacht und sind in der einen oder anderen Sackgasse gelandet. Geholfen haben uns unsere wissenschaftlichen Betreuer und begleitende Beobachtungen in Ringvorlesungen und Projektseminaren. Eine zusätzliche Unterstützung durch erfahrene Student_innen hatte damals allerdings gefehlt. Diese möchte ich euch für eure Vorlesung auf diesem Weg anbieten – einmal wöchentlich über Skype, damit ihr dringende Fragen zum forschenden Lernen und zu euren Aufgaben loswerden könnt, und darüber hinaus über Blogbeiträge und die regelmäßige Forschungspost.

Jetzt freue ich mich erstmal sehr auf eure Beiträge und Fragen und hoffe, dass wir uns hier und via Skype regelmäßig gegenseitig lesen werden.

Bis bald

Sabrina

Vorlesung: Einführung in die Mediendidaktik

Aus dem Ausschreibungstext:

„Die Gestaltung didaktischer Arrangements ist seit jeher untrennbar mit der Frage verbunden, welche Medien sich für Lehren und Lernen eignen. Besonders fokussiert wird auf formale Bildungseinrichtungen wie die Schule, aber auch auf spezifische Medienbegriffe im Kontext ihrer historischen Entwicklung. So versteht man heute unter Medien oft digitale Medien und fragt, wie sie Unterricht und Schule als Werkzeuge bereichern können. Doch welche Theorien, Ansätze und Konzepte liegen konkret zur Mediendidaktik vor? Wie stehen diese in Verbindung zu einzelnen Lerntheorien? Und welche Bedeutung haben sie für die Gestaltung von Schule und Unterricht?

Ziel der Vorlesung „Einführung in die Mediendidaktik“ ist es, anhand aktueller Phänomene und empirischer Befunde einen Überblick über Theorien, Ansätze und Konzepte aus dem zugrunde liegenden Feld zu gewinnen und vorliegende Erkenntnisse gemeinsam mit den Studierenden zu hinterfragen: Wie lassen sich bspw. die vielfältigen mediendidaktischen Konzepte systematisieren und aktuelle Bewegungen unter Zuhilfenahme der Theorien deuten? Welche Rolle spielen dabei die jeweiligen individuellen oder organisationalen Rahmenbedingungen? Etc.

Die Studierenden werden in das breite Feld der Mediendidaktik eingeführt, methodisch aber auch zu vernetztem Denken angeregt. Der Vorlesung liegt daher ein Konzept forschungsorientierter Lehre zugrunde, welches auf die gemeinsame Beantwortung von (Forschungs-)Fragen und auf wechselseitiges Peer-Feedback zur Vorbereitung für die abschließende Prüfung (Klausur) setzt. Die Vorlesung wird im Blended Learning-Format unter Zuhilfenahme eines Vorlesungsblogs sowie nicht-öffentlicher Wikis umgesetzt. Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, Interesse am Mitdenken und gemeinsamen Hinterfragen wird erwartet.

Die Teilnahme am ersten Veranstaltungstermin ist obligatorisch.“