Stichwort: Blended Learning

Ein Stichwort, das im Zusammenhang mit mediengestütztem Lehren und Lernen wiederholt fällt, ist Blended Learning. Dem Wortsinn nach geht es hier um „gemischtes“ Lernen: Beim Blended Learning werden Präsenzlehre, also Lehranteile, die vor Ort in der Bildungseinrichtung angeboten werden, mit solchen Lehranteilen vermischt, die medienvermittelt außerhalb des Unterrichts stattfinden.

Morgen ist es auch in der Vorlesung so weit: Wir treffen uns nicht im Hörsaal, sondern es werden spezifische Aufgaben im Zusammenhang mit der Forschungsorientierung außerhalb erledigt. Der Einfachheit halber unterscheidet man oft prozentual, welche Lehranteile in der Präsenz und welche online dargeboten werden. Der Online-Anteil in unserer Vorlesung dürfte sich auf etwa 15 % belaufen, denn: Sie findet überwiegend noch in Präsenz statt, wird aber ergänzt um sog. „virtuelle Anteile“.

Modern wurde der Begriff Blended Learning übrigens mit den E-Learning-Initiativen der späten 1990er bzw. frühen 2000er Jahre. Innerhalb dieser Initiativen wurde versucht, Zeit- und Ortsungebundenheit innerhalb formaler Lernsettings zu realisieren. Gleichwohl wird nur noch selten von E-Learning und Blended Learning gesprochen: Die sinnvolle Kombination von Präsenzlehre und Online-Lernen sollte eigentlich für Lehren und Lernen an Hochschulen selbstverständlich geworden sein.