Viele Lücken bei Datenschutz in OnlineNetzwerken

Besonders Online-Netzwerke wie Facebook und MySpace schränkten die Rechte der Nutzer zum Teil massiv ein, räumten sich aber selber bei der Weitergabe privater Daten an Dritte weitgehende Befugnisse ein, heißt es in der in Berlin vorgestellten Studie der Stiftung Warentest.

Erstmals wurden auch Hacker (!) von der Stiftungs Warentest beauftragt.

Alle getesteten Netzwerke seien beim Datenschutz lückenhaft, bei acht von zehn Portalen gebe es «deutliche» oder «erhebliche Mängel».

Wie gehabt, seit den letzten AGB- Änderungen:  Wer eigene Texte und Bilder in Facebook stellt, verzichtet automatisch auf das geistige Eigentum am eigenen Werk. Allein bei den Nutzungsbedingungen für MySpace hat die Stiftung 20 unwirksame Klauseln gefunden, nach denen sich das Portal «auf geradezu unverschämte Art» der Nutzerdaten bedienen dürfe.

Mit einfachen Mitteln Konten hacken

Als positive Beispiele nennt die Stiftung die Portale studiVZ und schülerVZ. In den beiden Online-Freundeskreisen hätten die Nutzer Einflussmöglichkeiten auf die Verwendung persönlicher Informationen, die Portale würden die Daten kaum an andere weitergeben.

Bei einigen der Online Netzwerken habe es nur ein Paar Tage gedauert, bis die von der Stiftung Warentest beauftragten Hacker mit einfachen Mitteln jedes beliebige Nutzerkonto übernehmen und auf die gespeicherten Daten der registrierten Nutzer zugreifen konnten.

Wer seine persönlichen Daten etwa bei Facebook vor Unbekannten schützen wolle, muss derzeit umständlich die Einstellungen suchen und ändern. Seit Dezember 2009 sind die Einstellungen bei Facebook so geändert worden, dass viele Profildaten wie Name, Nutzerfoto und Mitgliedschaft in Gruppen für jeden Nutzer einsehbar seien.

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