Es ist angerichtet

In der kommenden Woche warten die Abschlusspräsentationen im Seminar auf uns. Auf die Präsentationen und Arbeitsstände bin ich wirklich sehr gespannt, waren die Studierenden doch noch in der letzten Woche heftig am Werkeln. Vor allem die Zeit für die Präsentation – fünf Minuten – macht einigen Gruppen zu schaffen. Ich bin dennoch sehr zuversichtlich, dass vor uns eine tolle Abschlusspräsentation mit einer ‚bunten‘ Jury und insgesamt acht Gruppenpräsentationen vor uns liegt. Viel Erfolg!

Bestimmung eigener Fähigkeiten #Medienkompetenzen

Es gehört zu den allgemeinen Weisheiten der Gruppenbildung, dass Teams möglichst unterschiedlich und breit aufgestellt sein sollten. In der Praxis der Gruppenfindung in Lehrveranstaltungen ist diese ‚Weisheit‘ allerdings gar nicht einfach umzusetzen. So ist es selbstverständlich, dass man am liebsten mit Personen zusammenarbeitet, die man schätzt und mag. Allerdings kommen auf diese Weise oft Studierenden-Teams zustande, die sich intern sehr ähnlich sind und wo sich Fähigkeiten nur teilweise verteilen.

Im Seminar war mir daher wichtig, ausgehend von eigenen Interessen und konkreten Inhalten in den Teamfindungsprozess überzugehen und dabei auch die eigenen Fähigkeiten zu bestimmen. Interessant ist, dass die meisten Kursmitglieder sich selbst eine fehlende technische Anwendungskompetenz für die Gestaltung und Produktion digitalen Lernmaterials attestieren. Dies ist als Feststellung zu Seminarbeginn besonders wichtig, um das eigene Projekt ‚im Rahmen des Machbaren‘ zu halten und sich als Gruppe nicht zu überfordern. Gleichwohl bietet das Seminar natürlich die Gelegenheit, genau diese Fähigkeiten sukzessive aufzubauen und zu entwickeln. Ich bin auf den weiteren Seminarverlauf sehr gespannt.

Worum geht es im Seminar? #Seminarbeschreibung

Mit der Allgegenwart von digitalen Medien wandelt sich die Sicht auf Lernmaterial beständig. So wird immer häufiger in Fachjournalen, aber auch in der Tagespresse im Zusammenhang mit den offenen Bildungsressourcen (OER) oder Massive Open Online Courses (MOOCs) nach der künftigen Bedeutung und Relevanz analoger Medien für Schulen und Hochschulen gefragt. Die Diskussionen bewegen sich derzeit zwischen Stammtischparolen, bildungspolitischen Debatten und möglichen bzw. tatsächlichen Einsatzszenarien digitaler Medien für Bildungszwecke und -einrichtungen. Letztere sind es auch, die für formale Bildungskontexte wie Schulen und Hochschulen besonders interessant sind und erst nach und nach erforscht und gestaltet werden: Wie kann man bspw. digitales Lernmaterial für Schulen und Hochschulen so produzieren, dass dieses dort direkt zum Einsatz kommt? Was wären passende didaktische Szenarien aus Teilnehmendensicht, die es erlauben würden, Lernmaterial nicht nur vorab „fertig“ zu produzieren, sondern deren Gestaltung und Weiterentwicklung zum Gegenstand von Bildungsangeboten zu machen? Welche Probleme ergeben sich bei der Produktion und deren weiterer Nutzung hinsichtlich Datenschutz, Urheberrecht(en) und Nachnutzungskonzepten? Wie kann man Lehrende, aber auch Lernende zum Remixen von Inhalten eher ein- als ausladen?

Das Projektseminar greift diese höchst aktuellen Forschungs- und Praxisfragen auf und setzt sie in den Kontext von Schulbuchforschung und medialer Entwicklung. Die Teilnehmenden entwerfen eigene Lernmaterialien, die den Prinzipien des 5R (http://www.opencontent.org/definition/) gerecht werden und in Schulen und Hochschulen einsatzfähig sind. Die Qualität der produzierten Lernmaterialien wird abschließend vor einer externen Jury aus dem Medien-, Verlags- und pädagogischen Umfeld präsentiert.